Die Studie untersucht die komplexe Vielzahl neurophysiologischer Faktoren, die das Fahrgefühl und den Nervenkitzel beeinflussen können
25 August 2026
Castrol hat die Ergebnisse einer neuen unabhängigen Studie veröffentlicht, um die Wissenschaft hinter dem Gefühl „Fahrspaß“ zu ergründen. Die Studie erforscht das komplexe Spektrum neurophysiologischer Einflüsse auf das Fahrerlebnis sowie die relative Bedeutung der Geschwindigkeit. Im Mittelpunkt steht dabei das absolute Optimum: jener Moment vollkommener Konzentration, in dem der Nervenkitzel hinter dem Lenkrad sein Maximum erreicht.
Für die Studie wurden die Teilnehmer mit speziellen Sensoren ausgestattet, die Gehirn-, Augen-, Herz- und Hautaktivität gemessen haben. Die Datenerhebung erfolgte während fünf verschiedener Tests auf einer speziellen Teststrecke in Großbritannien, bei denen die Probanden entweder selbst am Steuer saßen oder als Beifahrer teilnahmen. Die Erfassung und Analyse großer Mengen neurophysiologischer Daten erfolgte durch Brainbox, ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen für Neurowissenschaften, das fortschrittliche Technologien für die Hirnforschung, Schulungen und wissenschaftliche Unterstützung für Organisationen bereitstellt, die Forschung und klinische Studien durchführen.
Die Castrol EDGE Studie „Thrill of Driving“ zum Thema „Fahrspaß“ legt nahe, dass der Nervenkitzel beim Fahren aus dem Zusammenspiel dreier Schlüsselfaktoren in höchster Intensität entsteht: körperlich (intensiver Zustand geistiger und physischer Stimulation), kognitiv (starke gedankliche Fokussierung auf die Fahraufgabe) und emotional (Erkennen der genauen Balance zwischen Aufregung und Anspannung).
Wenn einer dieser drei Faktoren ein Niveau überschreitet, das sich für den einzelnen Fahrer noch beherrschbar anfühlt (dies kann von Person zu Person erheblich variieren), kann er von den verschiedenen äußeren Reizen überwältigt werden, und das Erlebnis kippt vom Nervenkitzel in einen Zustand der Angst um. Aus neurophysiologischer Sicht verlagern sich die wichtigsten Stressindikatoren wie Herzfrequenz und Augenbewegungen in ein weniger konsistentes, weniger kontrolliertes Muster.
Die Studie legt nahe, dass vor allem das Gefühl des kontrollierten Eintauchens entscheidend für das Entstehen von „Fahrspaß“ ist. Bemerkenswert ist, dass Geschwindigkeit zwar einer von mehreren Faktoren ist, die den Nervenkitzel verstärken, aber sicherlich kein primärer Einflussfaktor ist. Tatsächlich wurden die Kriterien für den „Fahrspaß“ bei den Testpersonen während der Kart-Session der Studie auf einer engen und technisch anspruchsvollen Rennstrecke durchweg erfüllt, auf der die Höchstgeschwindigkeiten zwar moderat waren, aber alle wesentlichen körperlichen, kognitiven und emotionalen Schwellenwerte für den „Fahrspaß“ erreicht wurden.
Die Castrol EDGE Studie zum „Fahrspaß“ legt zudem nahe, dass der Nervenkitzel besonders dann entsteht, wenn sich Fahrerinnen und Fahrer in einer kontrollierten, abgesicherten Umgebung hoch konzentriert fühlen und ihr Fahrzeug jederzeit sicher beherrschen. In diesem Zustand können sie einen neurophysiologischen „Flow-Zustand“ erreichen.
Beim Fahrspaß geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Konzentration. Die Daten zeigen, dass echter Nervenkitzel in dem Moment entsteht, in dem ein Fahrer sich vollkommen auf das Fahren konzentriert, und dies lässt sich im Gehirn, am Herzen und in den Augen beobachten.
Castrol gab die Studie im Rahmen seines „Data-Engineered“-Ansatzes für die Produktentwicklung in Auftrag, um die Leistungsfähigkeit von Castrol EDGE hervorzuheben: Castrol EDGE – Data Engineering für ultimative Leistung.
Entscheidend ist, dass wir festgestellt haben, dass man keinen Supersportwagen braucht, um Fahrspaß zu erleben; man kann fast das gleiche Gefühl des intensiven, fokussierten Fahrens auch ohne hohe Geschwindigkeiten erfahren – sei es bei einem Besuch auf einer lokalen Kartbahn oder bei einer Fahrt auf einer der Lieblingsstrecken. Diese Studie untersucht, wie dieses Gefühl des Fahrspaßes bei jedem Fahrer geweckt werden kann.
Durch die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern und Motorsportteams hat Castrol umfangreiche Daten und technische Erkenntnisse gesammelt, die in die Entwicklung von Castrol EDGE, seinem Hochleistungsöl, einfließen.
Hinweis: Die in der Studie erwähnte Aktivität wurde auf geschlossenen Rennstrecken und in speziellen Einrichtungen unter
professioneller Aufsicht durchgeführt. Die Ergebnisse sollten nicht als Aufforderung zu Hochgeschwindigkeitsfahrten, Wettrennen oder sportlichem Fahren auf öffentlichen Straßen verstanden werden.
Die für die Castrol EDGE Studie „Thrill of Driving“ zum „Fahrspaß“ verwendete Brainbox-Analyse war multimodal und erfasste verschiedene neurophysiologische Marker für körperliche, kognitive und emotionale Reaktionen, um diese miteinander abzugleichen. Dazu gehörten:
Die Probanden absolvierten eine Reihe kontrollierter Fahrszenarien – teils selbst am Steuer, teils als Beifahrer. Jedes Szenario
wurde ausgewählt, um die Reaktion auf unterschiedliche Geschwindigkeiten zu messen, beinhaltete verschiedene äußere Reize und stellte jeweils unterschiedliche körperliche und geistige Herausforderungen dar. Alle Tests wurden unter streng kontrollierten Bedingungen abseits öffentlicher Straßen in der PalmerSport-Anlage in Bedfordshire, England, durchgeführt. Dabei wurden die Teilnehmer von professionellen Fahrlehrern angeleitet, wie sie die Fahrzeuge sicher und souverän fahren können.
Die Tests umfassten:
Als besonders aufregend stach der Testdurchgang hervor, bei dem die Probanden einen McLaren Artura GT4-Rennwagen fuhren. Hier zeigte sich das höchste Maß an neuronaler und physischer Aktivierung, verbunden mit den deutlichsten Indikatoren für kognitive Immersion und körperliche Fahrzeugkontrolle. Zudem zeigten die Testpersonen die Merkmale eines Zustandes vollkommener Konzentration, in dem sie an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit agierten. Die mit tiefer Konzentration verbundene Gehirnaktivität war am höchsten, die Wachsamkeit und das Engagement des Körpers waren gesteigert, und die Augenbewegungen zeigten intensive Konzentration.
Die Artura-Fahrer hielten ihren Blick in Kurven deutlich länger auf die Ideallinie gerichtet (durchschnittlich 70 „Apex-Lock“-Fixationen pro Minute) und blinzelten sehr selten (nur 2,5 Mal pro Minute – bemerkenswert wenig im Vergleich zu 15 bis 20 Mal im Ruhezustand). All dies deutet darauf hin, dass sie das Gefühl hatten, die volle Kontrolle zu haben und vollständig in das Fahrerlebnis eingetaucht zu sein.
Während eines als positiv empfundenen Nervenkitzels zeigt der vordere Teil des Gehirns – der Bereich, der für Aufmerksamkeit und Entscheidungsfindung zuständig ist – mehr „Theta“-Gehirnwellen, die mit tiefer Konzentration in Verbindung stehen, während gleichzeitig eine gesunde Alpha-Aktivität aufrechterhalten wird, die mit ruhiger Wachsamkeit assoziiert ist. Dieses positive Muster zeigte sich am stärksten bei den Testsitzungen im McLaren Artura GT4 und in Einsitzer-Karts, mit hohen Theta-Werten (4–8 Hz) in der frontalen Mittellinie und moderaten Alpha-Werten (8–12 Hz) in den EEG-Tests.
Der Nervenkitzel ist kein passives Erlebnis – wie das Gefühl von Kontrolle darüber entscheidet, ob Fahrspaß in Anspannung umschlägt. Aufregung und Angst mögen sich körperlich ähnlich anfühlen, doch die Castrol EDGE Studie „Thrill of Driving“ zum Fahrspaß zeigt, wie unterschiedlich das Gehirn darauf reagiert.
Die Gegenüberstellung der Messwerte zeigt den Unterschied zwischen Selbstfahren und Mitfahren besonders deutlich:
Die durchschnittliche (mittlere) Herzfrequenz unterschied sich deutlich zwischen den verschiedenen Fahrversuchen und
erreichte beim Fahren des McLaren einen Spitzenwert von zusätzlich 43,8 Schlägen pro Minute, gegenüber zusätzlichen 16 Schlägen pro Minute während der Offroad-Fahrsitzung. Der „Fahrspaß“ hängt jedoch nicht nur von einer erhöhten Herzfrequenz ab; dies zeigt sich auch bei Angst. Vielmehr zeigt sich der „Fahrspaß“ durch eine niedrige, aber schwankende Herzfrequenzvariabilität (HRV), während Angst die HRV auf ein sehr niedriges Niveau drückt.
Die Studie unterstreicht, dass Intensität nicht gleichbedeutend mit Vergnügen ist; die gewonnenen Hirndaten helfen dabei,
Intensität (neurophysiologische Erregung) von der emotionalen Ausrichtung (eine positive oder negative Reaktion auf die Situation) zu unterscheiden.
Die Castrol EDGE Studie unterstrich zudem die Bedeutung von Konzentration und Kontrolle gegenüber der reinen Geschwindigkeit für den „Fahrspaß“.
Von allen verschiedenen Fahrszenarien erreichte der „Fahrspaß“ der Teilnehmer seinen Höhepunkt, als sie den McLaren-Rennwagen auf der Rennstrecke fuhren. Als sie jedoch mit ähnlichen Geschwindigkeiten im JPLM-Rennwagen auf der Rennstrecke mitgenommen wurden, war die Nervenkitzel-Bewertung im Ranking der verschiedenen Tests am niedrigsten – sie lag sowohl unter der Kart-Session, die bei relativ langsamen Geschwindigkeiten absolviert wurde, als auch unter der Offroad-Fahr-Session, bei der die Durchschnittsgeschwindigkeit durchschnittlich nur 8 km/h (5 mph) betrug. Während die Mitfahrt bei hoher Geschwindigkeit erhöhte Werte hinsichtlich der neurophysiologischen Reaktion zeigte, deuteten die Daten auf Angst statt auf Nervenkitzel hin.
Um mehr über Castrol EDGE zu erfahren
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