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Suzuki Cup Europe geht auf dem Red Bull Ring in die Zielgerade

Die Rennen 10 und 11 in der Steiermark bilden den heurigen Saisonabschluss ca. 25 Suzuki Swift aus Ungarn u. Österreich werden um letzte Punkte kämpfen

Im Rahmen des Saisonfinales des Histo Cup Austria auf dem Red Bull Ring (26./27. September 2015) in Spielberg wird auch das Saisonfinale im heurigen Suzuki Cup Europe gefahren. Auf dem Programm stehen die Rennen 10 und 11. 

Für die Jahreswertung im Suzuki Motorsport Cup Österreich werden 9 von 11 Rennergebnisse herangezogen. Jeder Teilnehmer kann zwei Rennen als Streichresultat frei auswählen. Wurde ein Teilnehmer bei einer Veranstaltung ausgeschlossen, so kann dieses Resultat nicht als Streichresultat herangezogen werden. Der Fahrer, der am Jahresende die meisten Punkte in der Gesamtwertung erzielt hat, erhält den Titel Gewinner im Suzuki Motorsport Cup 2015.

Bei Punktegleichheit entscheidet die größere Anzahl der ersten, zweiten usw. Platzierungen. Besteht auch dann noch Gleichstand, entscheidet die bessere Platzierung im letzten ausgetragenen Cup-Lauf, der in Wertung beendet wurde.

Rein rechnerisch (ohne Einrechnung von Streichresultaten) haben mit Tobias Weichenberger (79 Punkte), Lukas Puchinger (69,5), Keijo Keke Platzer (66), Max Zellhofer (60,5) und Alex Maier (59) noch fünf Piloten die Möglichkeit, sich den heurigen Gesamtsieg im heimischen Suzuki Motorsportcup zu sichern. Betrachtet man die beiliegende Tabelle im Anhang, so gilt aber Tobias Weichenberger als absoluter Sieganwärter. Der Oberösterreicher hat heuer schon dreimal gewonnen und hat bereits zwei Streichresultate auf seinem Punktekonto.

Hier Stellungnahmen der Piloten vor dem Saisonfinale

Thomas Berger (Schweiz): „Nach meinem dreifachen Überschlag Mitte Mai auf dem Red Bull Ring und der damit verbundenen Zwangspause von zwei Rennwochenenden bin ich froh, wieder im Auto zu sitzen. Für mich ist dieser Start also eher eine Einstellungs- und Testfahrt. Ich werde trotzdem angreifen, aber dabei nichts Besonderes riskieren, da es heuer was die Meisterschaft betrifft nichts mehr zu gewinnen gibt. Viel Spaß und wieder alte Freunde treffen stehen im Vordergrund meiner Ziele.“

Max Zellhofer (Niederösterreich): „Ich hoffe, dass wir wieder so wie in den letzten Jahren ein würdiges Saisonfinale haben werden, bei dem auf sportlich hohem Niveau um den Titel gekämpft wird. Schön wäre es auch, wenn wir diesmal etwas weniger Blech verbiegen würden als bei den letzten Rennen. Das ist zwar für die Fans des Suzuki Cup Europe sehr attraktiv, bedeutet aber bei vielen Piloten eine zusätzliche Belastung ihrer Budgets.“

Johannes Maderthaner (Niederösterreich): „ Nachdem ich heuer auf dem Ring in Spielberg bei Kunden-Meetings schon unzählige Runden gefahren bin, rechne ich mir schon zwei gute Platzierungen aus. Ansonsten gilt meine Devise weiterhin, viel Spaß mit meinen Kollegen zu haben und dem einen oder anderen Mitbewerber einige Punkte abzuknöpfen.“

Christoph Zellhofer (Niederösterreich): „Da ich heuer durch meinen Schulabschluss bedingt keine Möglichkeit hatte, meinen Titel erfolgreich zu verteidigen, werde ich natürlich versuchen, in der Steiermark bei beiden Rennen bestmögliche Resultate einzufahren. Ideal wäre es für mich, beide Rennen zu gewinnen, da werden aber meine Mitbewerber etwas dagegen haben, und die sind in diesem Jahr sehr stark.“

Keijo Keke Platzer (Steiermark): „Ich bin der einzige Fahrer, der heuer zwei Heimrennen fahren kann. Dadurch habe ich aus der Gegend auch viele Freunde eingeladen, die mich hoffentlich unterstützen werden. Beim ersten Mal in dieser Saison auf dem Red Bull Ring habe ich zwei Podiumsplätze eingefahren, vielleicht klappt es auch diesmal wieder so gut. Am Ende möchte ich in der Cup-Gesamtwertung unter den ersten Drei sein, aber es wird auf Grund der starken Konkurrenz sehr schwer werden, speziell der Kampf um die Plätze zwei bis sechs.“  

Lukas Puchinger (Oberösterreich): „Ich freue mich, nach der langen Pause wieder im Auto zu sitzen. Mein Vorhaben ist diesmal, ähnliche Leistungen zu bringen wie bei den letzten beiden Rennen. Für mich ist Tobi (Weichenberger) der klare Favorit, ich bewundere seine tollen Rundenzeiten gegen Ende eines Rennens, er verdient sich den Titel. Ich freue mich wieder auf drei schöne Tage mit der ganzen Suzuki-Familie.“

Tobias Weichenberger (Oberösterreich); „Ich mache mir für das Finale keinen Druck. Mir liegt der Red Bull Ring, ich kann locker fahren. Mein Wunsch ist es nur, dass wir diesmal zwei Rennen ohne gröbere Schäden haben, weil repariert habe ich heuer schon genug. Für unsere Fans und für mich wünsche ich zwei spannende Rennen.“

Walter Kuss (Kärnten): „Ich werde mir für das letzte Rennen in der Steiermark überhaupt keine Ziele vornehmen. Der Grund dafür ist, ich komme sowieso ohne Probleme nach vorne, da sich meine Mitbewerber gegenseitig vernichten werden und damit der Weg für mich frei ist. Das war schon in den letzten Rennen so.“

Werner Jedinger (Tirol): „Meine wichtigsten Gegner werden Walter Kuss und Johannes Maderthaner sein. Auf die beiden werde ich mich konzentrieren. Beim letzten Rennen auf dem Salzburgring habe ich Kuss in der vorletzten Runde überholen können, dann wurde abgebrochen und die Wertung aus der vorherigen Runde herangezogen, da war ich noch hinter ihm. Dies muss ich diesmal richtigstellen und vor ihm ins Ziel kommen.“

Jürgen Norbert Fux (Salzburg): „Ich werde wieder für die Charity-Aktion „Drive for Angelina“ unterwegs sein. Angelina ist ein 7-jähriges Mädchen, das im Rollstuhl sitzt und an einer geistigen und körperlichen Behinderung leidet. Sie kann nicht alleine essen, nicht sitzen, nicht stehen und nicht gehen. Sie benötigt daher Pflege rund um die Uhr. Um die notwendigen Therapien zu verbessern, haben wir gesammelt und bis nach dem letzten Rennen auf dem Salzburgring mehr als 25.000 Euro aufgebracht. Ich hoffe, diese Summe wird sich nach dem Red Bull Ring noch vergrößern. Jeder, der 5 Euro oder mehr in das Seitenfenster meines Suzuki Swift einwirft, darf sich auf dem Auto verewigen, und kann so helfen. Damit soll die Familie von Angelina finanziell etwas entlastet werden. Ich hoffe natürlich, noch so viele Zuschauer als möglich in diese Charity-Aktion aktiv einbinden zu können.“

Markus Hilberger (Kärnten): „Mein Antreten auf dem RB-Ring ist noch unsicher. Dies hat aber rein private Gründe. Eine endgültige Entscheidung wird es erst kurz vor dem Rennwochenende geben. Eines ist aber sicher, der Lette Zigmars Lappa aus unserem Team wird diesmal nicht am Start sein.“

Alexander Maier (Salzburg): „Die heurige Saison hat in Ungarn mit zwei Siegen sehr erfolgreich begonnen, in den folgenden Rennen gab es immer wieder Probleme. Einmal war es die Technik, dann wieder die harte Fahrweise meiner Mitbewerber. Was ich mir nun für den Saisonabschluss wünsche, sind zwei Rennen ohne Zwischenfälle, dann ist es durchaus möglich, auch bis aufs Podium zu fahren.“

Peter Eibisberger (Steiermark): „ Ich werde voll motiviert nach Spielberg kommen. Schließlich liegt mir die Strecke, ich bin dort im vergangenen Jahr zweimal auf das Podest gefahren und jeweils Dritter geworden. Daher hoffe ich auf eine ähnliche Leistung beim Saisonabschluss. Auch für mich als Steirer sind diese Rennen zwei Heimrennen, auf die ich mich sehr freue.“

Dr. Peter Gross (Wien): „Ich fahre seit Jahren auf diverse Rennstrecken, um mit Privatautos zu testen. Nun habe ich den Entschluss gefasst, einmal im Rahmen eines Rennens zu testen, wo ich stehe. Finanziell ist dieser Einsatz überschaubar. Da ich bei meiner Rennpremiere bereits 52 Jahre alt bin, wird diese Aktivität vermutlich nur ein Hobby werden, außer mein Talent überwiegt und ich werde neben meinem Zahnarztberuf noch Rennfahrer. Zuletzt habe ich die Suzuki-Truppe auf dem Salzburgring besucht und habe schon beim Zuschauen viel Spaß gehabt.“ 

Max Wimmer (Wien): „ Für mich überwiegt die Freude, wieder nach einer längeren Pause in den Suzuki Cup als neues Team Wimmer Werk, zurückzukommen. Ich werde mit einem sogenannten „alten Swift“ starten, deshalb sind die Erwartungen nicht so hoch. Ich erinnere mich aber gerne an das letzte Jahr auf dem Red Bull Ring, da bin ich einmal Zweiter und einmal Vierter geworden. Mein Hauptinteresse diesmal ist es aber, unseren zweiten Mann im Wimmer Werk Team, Marcel Krailler, als Driverscoach zu unterstützen. Er fährt mit einem brandneuen Auto und soll im nächsten Jahr für uns den Titel einfahren.“

Marcel Krailler (Wien): „ Ich habe die ganze Saison über mit Felix und Max Wimmer auf den verschiedensten Rennstrecken trainiert. Nun möchte ich das Erlernte in der Praxis bei einem Rennen ausprobieren und einmal schauen, wo ich stehe. Vordergründig ist es aber, die Abläufe bei einem Rennen kennenzulernen und sich an die echte Rennatmosphäre zu gewöhnen. Zwei halbwegs fehlerlose Rennen sind mein Ziel.“
Irrtümer und Änderungen vorbehalten 09/15.
Quelle: Sportpressedienst Armin Holenia, Wolfgang Nowak
Fotos: Agentur Autosport.at