ABC der Schmierung - W

Wälzlagerfette

Schmierfette für Wälzlager, heute in den meisten Fällen lithiumverseifte Schmierfette; teilweise auch Natronseifen-Schmierfette; für spezielle Anwendungsgebiete, z.B. bei sehr starkem Wassereinfluss auch Kalkseifen-Schmierfette.

Wärmeträgeröl

Temperatur- und oxydationsbeständiges Mineral- oder Syntheseöl mit gutem Flammpunkt, das als Wärmeträger zum Kühlen oder Heizen eingesetzt werden kann; weitere wichtige Merkmale sind: Siedebeginn, Flammpunkt, Dampfdruck, Fließvermögen und Crack-Temperatur.

Waschpetroleum

Reinigungsmittel für Maschinenteile.

Wasserabscheidevermögen (WAV)

Eigenschaft eines Öles, Wasser abzuscheiden (Emulgierfestigkeit).

Wasserabweisende Schmierfette

Meist auf Ca- und bzw. Ca/Li - Basis.

Wassergehalt

Ein Wassergehalt in Mineralölen ist leicht anhand einer Trübung oder mittels Spratzprobe feststellbar. Für die genauere quantitative Ermittlung gibt es spezielle Verfahren.

Ein Wassergehalt in Ölen von Kraftfahrzeugen in Motor und Getrieben von 0,1 bei 0,2 % ist unvermeidbar und kann aus betriebstechnischen Gründen nie vermieden werden (Tanks oder Ölbehälter an Fahrzeugen und Maschinen "atmen" durch Verschraubungen und Entlüftungsöffnungen und bilden Kondenswasser). 

Motoren- und Getriebeöle sind deshalb in den Additiven so eingestellt (Neutralisierung, Korrosionsschutz usw.), dass die unter den jeweiligen Betriebsumständen möglichen Kondensatbildungen keine Störungen verursachen können. 

Stärkere Wassereinbrüche von mehreren Prozent, erkennbar durch starke Trübung oder Emulsionsbildung (Milchigwerden), besonders bei unsachgemäßer Lagerung, können jedoch ein Schmieröl unbrauchbar werden lassen (vorübergehend im Freien gelagerte Ölfässer sollen deshalb nicht stehend gelagert werden, damit sich auf dem Spundlochboden keine Regenwasserlache bilden kann, die durch "Atmung" bei den Tag- und Nacht-Temperaturschwankungen unweigerlich eingesaugt wird).

Wasserpumpenfette

Schmierfette für Wasserpumpen; müssen thermischen und Feuchtigkeitsansprüchen gerecht werden. Ca – Seifenfette sind hier am günstigsten

Wasserturbinenöl

Alterungsstabiles, nicht emulgierendes Schmieröl für Wasserturbinen; die Viskosität richtet sich nach der Turbinenart, nach Art der Lagerung, sowie nach dem Regler. 

Webstuhlöle

Mit Wasser und Seife auswaschbare Schmieröle für Webstühle.

Weissöle

Hochraffinierte, wasserklare oder leicht gelbliche Mineralöle; man unterscheidet technische und medizinische Weißöle; medizinische Weißöle; Paraffinum subliquidum und Paraffinum perliquidum, müssen besonderen Vorschriften entsprechen.

Wirkstoffe

(Zusätze, Additive) öllösliche Stoffe, die Mineralölen und Mineralölprodukten zugegeben werden. Sie verändern oder verbessern durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften der Schmierstoffe, Treibstoffe, Heizöle usw., wie Oxydationsstabilität, EP-Wirkung, Schaumbildung, Oiliness, Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Stockpunkt, Fließfähigkeit, Vergaservereisung, Ansaugsystem-
Verschmutzung, Filtrierbarkeit, Zündwilligkeit, Klopffestigkeit usw.

Wollfett

Wachs, das beim Reinigen der rohen Schafwolle anfällt (Lanolin); Zusatz für Korrosionsschutzöle und -fette.

Wolframdisulfid

WS2 ist ein Festkörperschmierstoff mit Schichtgitterstruktur. Öllösliche Wolframverbindungen Liquid Tungsten, die an den Reibstellen WS2 bilden, werden in Schmierölen als Reib- und Verschleißminderer aus Umweltschutzgründen nicht mehr eingesetzt.