ABC der Schmierung - P

Paraffin

Gattungsbegriff für Gemische aus höhermolekularen (ab C 16) Paraffin-Kohlenwasserstoffen, die bei Normaltemperaturen plastisch bis fest sind (Vaselinen, Weichparaffine, Hartparaffine, Mikro-wachse etc.). Verwendung in der Pharmazeutik und Medizin sowie bei Mineralölprodukten für Korrosionsschutzmittel. Schmelzpunkte zwischen +35°C und +65°C; verschiedene Reinheitsgrade (gelbbraun bis weiß-farbig).

Paraffine

Chemischer und auch gattungstechnischer Begriff. Chemisch die Bezeichnung für kettenförmig strukturierte Kohlenwasserstoffverbindungen ohne Mehrfachbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen, sog. gesättigte Verbindungen. Neben den sog. Naphthenen oder Cycloparaffinen wichtigster Molekülstruktur-Typ im Mineralöl. Erdöl (Rohöl) und daraus destillierte und raffinierte Grundöle für die Schmierölherstellung werden "paraffinbasisch" genannt, wenn sie unter bestimmten Bedingungen größere Mengen Paraffine enthalten.

Paraffinöle

Veraltete Bezeichnung für Paraffinum liquidum, Weißöle und helle Mineralöle.

Petroleum

Mineralölprodukt zwischen Benzin und Dieseltreibstoff, siedet etwa zwischen 130 und 280° C. Für Leucht- und Heizzwecke (Leuchtpetroleum) und für motorischen Einsatz (Glühkopfmotoren) bzw. als Düsenmotoren-Treibstoff (Kerosin).

pH-Wert

Maßzahl für das Reaktionsverhalten wäßriger Flüssigkeiten. pH 7 = neutral, unter 7 = sauer, über 7 = alkalisch. Einfache Bestimmung durch Indikatorpapier, deren Werte jedoch mitunter geringfügig von den genaueren elektrischen Messungen abweichen können. Die pH-Wert-Kontrolle ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Prüfung, ob eine wässrige Flüssigkeit durch chemische Veränderung z.B. den alkalischen Charakter verliert und sauer wird (Korrosionsgefahr). Bei empfindlichen Leichtmetallen müssen zu hohe Alkalitätswerte
vermieden werden, da diese im Gegensatz zu Eisenmetallen im alkalischen Bereich u.U. korrosionsgefährdet sind. Der pH-Wert erlaubt auch Schlüsse auf Intensität bzw. Konzentration der Alkalität einer Flüssigkeit, z.B. bei Reinigungs-substanzen.

Polymerisation

Chemisch fester Zusammenschluss kleinerer gleichartiger zu größeren Molekülen. Alterungsstoffe im Schmieröl können polymerisieren und zu erheblicher Öleindickung führen. In der Kautschuk- und Kunststoffherstellung ist die Polymerisation ein Teil des Produktionsprozesses, sie wird oft kataly-tisch (z.B. durch Anwesenheit von Metallen) herbeigeführt. Auch in alterungsgefährdeten Schmier-ölsystemen können z.B. Kupfer u.a. Metalle katalytisch Polymerisation auslösen. VI-Verbesserer z.B. werden durch P. gewonnen. (Zusammenbruch einer P. = Depolymerisation).

Premiumöl

Motorenöl mit Wirkstoffen