ABC der Schmierung - C

Lack

Dünne dunkle Belagbildung auf Motorkolben aus Verbrennungsrückständen (meist des Motorenöls).

Leichtlauf-Motorenöl

Motorenöle, die gegenüber herkömmlichen Motorenölen SAE 15 W 50, SAE 15 W 40, SAE 20 W 50 etc. die mechanischen Reibungsverluste im Motor verringern. Leichtlauf-Motorenöle (0W-X, 5W-X) zeichnen sich durch geringe Viskosität bei tiefen Temperaturen (bis ca. 80° C), verbesserte Reibbeiwerte und geringe Verdampfungsneigung aus. Bei Verwendung in Motoren steigt deren Leistung und/oder sinkt der Treibstoffverbrauch.

Legierter Schmierstoff

Schmieröl oder Schmierfett mit Wirkstoffen zu Verstärkung wichtiger Eigenschaften, z.B. Oxydationsfestigkeit, Druckfestigkeit, Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Korrosionsschutz etc. 

Unlegiert = ohne Wirkstoffe.

Zusätze zur Verbesserung des Stockpunktes oder des Schaumverhaltens zählen nicht zu den Wirkstoffen und dienen zur Einstellung der Grundeigenschaften eines sog. Basis- oder Grundöles nach der Raffination.

LHM

Abk. für eine mineralölbasische Spezialflüssigkeit für Citroën-Zentralhydrauliken (Liquide à base minérale pour centrale hydraulique de véhicules Citroën). Darf ausschließlich für die grün gekennzeichneten Systeme von Citroën-Kraftfahrzeugen eingesetzt werden und nicht mit anderen Flüssigkeiten vermischt oder durch solche ersetzt werden. Für schwarzgekennzeichnete Systeme der gleichen Fahrzeugmarke müssen Spezialflüssigkeiten der Bezeichnung LHS 2 verwendet werden (auf Basis synthetischer und pflanzlicher
Grundstoffe- siehe unter LHS 2).

LHS 2

Abk. für eine Spezialflüssigkeit für Citroën-Zentralhydrauliken mit schwarzgekennzeichneten Systemen. Nichtaustauschbares Sonderprodukt auf Basis synthetischer und pflanzlicher Grundstoffe.

Produkte des Typs LHM sind nur für grüngekennzeichnete Systeme einzusetzen und dürfen nicht als Austauschsorten anstelle LHS 2 verwendet werden, da es sonst zu Schäden kommen kann.

Etwa im Jahre 1966 stellte Citroën systemmäßig von LHS 2 auf LHM um, so dass kaum noch Fahrzeuge mit Zentralhydrauliken des LHD-/-Typs (oder sogar des Vorgängers LHS 1) anzutreffen sind.

Limited-Slip-Öle

Sonder-Getriebeöle für Differentiale mit Ausgleichsbegrenzung durch Lamellenkupplungen.

Lithiumseifen-Schmierfette

Schmierfette, die durch Verseifung von Ölen mit Lithium-Seifen hergestellt werden; gute Kälte – und Schmiereigenschaft, hoher Tropfpunkt von 180° C.

Lithium-Komplex-Schmierfette

Verbesserte Lithium-Schmierfette mit besserer Stabilität und Hochtemperatur-Eigenschaften.
Tropfpunkt um 250° C.

Low SAPS-Öle

Sie haben nur noch minimale Anteile von Sulfatasche (SA), Phosphor (P) und Schwefel (S) enthalten und aus diesem Grund sind sie auch besonders für den Einsatz in Turbodieselmotoren mit Partikelfiltern geeignet. Ausserdem sind moderne Automotoren gemäss Servicevorschriften der Fahrzeughersteller nur noch in sehr langen Intervallen zu warten. Auch deshalb haben Schmieröle ganz besondere Qualitäten aufzuweisen. Die neuen, sauberen Motroenöle sorgen also für bessere Rohemissionen und damit für eine längere Lebensdauer der Abgasreinigungssysteme. Gleichzeitig ermöglichen sie aufgrund ihrer Leichtlaufviskosität eine optimierte
Treibstoffökonomie.

ACEA-Norm für Low SAPS Öle:

C1: low-SAPS Öl mit abgesenkter HTHS-Viskosität < 2,9 mPa.s, niedrige Viskosität (0W-X, 5W-X), Performance wie A5/ B5 jedoch mit stark begrenzten Anteilen Sulfatasche, Phosphor, Schwefel. (nahgewesene Treibstoffeinsparung mind. 3% nach ACEA 2008 vs. 15W-40 Ref.Öl).
C2: low-SAPS Öl mit abgesenkter HTHS-Viskosität > 2,9 mPa.s, niedrige Viskosität (0W-X, 5W-X), Performance wie A5/ B5 mit begrenzten, aber höheren Anteilen Sulfatasche, Phosphor, Schwefel als für C1 Öle.
C3: low-SAPS Öl mit HTHS-Viskosität > 3,5 mPa.s, Viskosität (0W-X, 5W-X), Performance wie A3/ B4 mit begrenzten, aber höheren Anteilen Sulfatasche, Phosphor, Schwefel als für C1 Öle.
C4: low-SAPS Öl mit HTHS-Viskosität > 3,5 mPa.s , Viskosität (0W-X, 5W-X), Performance wie A5/ B5 jedoch mit stark begrenzten Anteilen Sulfatasche, Phosphor, Schwefel.