ABC der Schmierung - G

Gaschromatographie

Gasanalysenmethode, halb- oder vollautomatisch; Auftrennung eines zu analysierenden Gasgemisches oder einer verdampfenden Flüssigkeit.

Getrenntschmierung

Besondere Art der Schmierung von 2-Takt-Motoren, denen das Motorenöl bekanntlich über den Treibstoff zugegeben wird. Im Gegensatz zur Gemischschmierung, bei der der 2-Takt-Motor mit einem fertigen Gemisch z.B. aus 50 Teilen Benzin und 1 Teil 2-Takt-Öl betankt wird, tankt man bei der Getrenntschmierung öllosen Treibstoff und versorgt einen getrennten Ölbehälter mit dem 2-Takt-Motorenöl. Während des Motorbetriebs wird dem angesaugten Treibstoffstrom aus diesem Behälter automatisch das Schmieröl zudosiert (Frischöl-Automatik).

Getriebefette

Getriebefließfette, meist natronverseifte langziehende weiche bis halbflüssige Fette für Getriebe und Getriebemotoren mit einfachen Wellenabdichtungen; teilweise EP-legiert.

Getriebeöle

Speziell Schmieröle für Fahrzeuggetriebe müssen Eigenschaften besitzen die meist nur durch zusätzliche Wirkstoffe erzielt werden können.Einteilungen und Viskositätsklassen siehe unter API - Klassen Getriebeöle und SAE-Viskositätsklassen Getriebeöle. Für besondere Getriebekonstruktionen werden mitunter Schmieröle verlangt, die speziellen Hersteller-Spezifikationen entsprechen müssen, z.B. Automatik-Getriebeöle oder Sperrdifferential-Getriebeöle (s.d.). Hochwertige Mehrbereichsmotorenöle sind heute bereits so druckbelastungsfähig, dass sie beispielsweise in Schaltgetrieben von Fahrzeugherstellern vereinzelt empfohlen werden.In der Seeschifffahrt werden häufig in den Getriebe Motoröle eingesetzt.

Getriebeöle für Maschinen der Industrie sind vielfach niedriger legiert, oft verwendet man jedoch auch EPGetriebeöle, z.T. mit Festkörperschmierstoff-Zusätzen, z.B. Molybdän-Disulfid (MoS2), da insbesondere bei langsamlaufenden hochbelasteten Getrieben mit schwach oder nicht gehärteten Zahnrädern wirksam sein kann. Moderne Fahrzeuggetriebeöle dürfen mit keinerlei fremden Zusätzen
versehen werden, da sie sonst nicht mehr den speziellen Spezifikationen der Hersteller in allen Fällen entsprechen können.

Getriebeölzusätze

Insbesondere bei spezialisierten Fahrzeuggetriebe-Ölen können durch fremde nicht vom Fahrzeughersteller oder vom Öllieferanten hinzugefügte Wirkstoffe die Eigenschaften verändert werden, so dass die Getriebeöle dann nicht mehr die erforderlichen Spezifikationen erfüllen. Siehe auch unter Getriebeöle.

Gewindeschneidöle

Kühlschmierstoffe (Metallbearbeitungsöle) für zerspanende Metallbearbeitung; sie haben die Aufgabe zu schmieren, die Wärme abzuführen und den Spantransport zu übernehmen; man unterscheidet reine Mineralöle und die wasserlöslichen Kühlschmiermittel; beide Sorten werden je nach ihrem Einsatz mit bestimmten Wirkstoffen versehen; bei den reinen Mineralölen erfolgt je nach Einsatz auch der Zusatz von Fettölen.

Gleitlagerfett

Sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen; man unterscheidet:

a. Metallseifen-Schmierfette (Kalk-, Al-, Ba-, Li-, Na-, Pb- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen als Metallseifen (Dickungs- oder Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen; Metallseife, Schmieröl und Herstellungsprozess bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft und Einsatzart.

b. Seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyäthylen, Polypropylen, Polyharnstoffe usw.) und Schmierölen.

c. Seifenfreie Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenylätheröle usw.) zusammensetzen.

Glykol

Glykole sind Hauptgrundstoffe z.B. für Kühlerfrostschutzmittel.

Glykoläther

Glykoläther- und Polyglykoläther-Verbindungen sind Hauptgrundstoffe z.B. für Bremsflüssigkeiten.

Graphitfette

Schmierfette mit Graphitzusatz.

Grenzreibung

Reibungszustand zwischen beweglichen Flächen, bei der der Zustand der Grenzschmierung vorliegt, d.h. noch nicht ein voll tragfähiger Schmierfilm ausgebildet ist, bzw. noch einzelne Berührungen der Oberflächenrauhigkeitsspitzen erfolgen. Im Zustand der Grenzreibung erfolgt erhöhter Oberflächenverschleiß. Bei besonders kritischen Aggregaten (z.B. Achsantrieben) steigert man die Grenzschmierleistung des Öls durch geeignete Additive (EP-Getriebeöle).

Grenzschmierung

Zwei aufeinander gleitende Flächen, die bei Anwendung eines Schmiermittels sich noch stellenweise berühren.

Grund- bzw. Basisöl

Wesentlichster Anteil eines Schmieröles, wie Motoren- und Hydrauliköl.