ABC der Schmierung - F

Farbe

Nur als Identifikationsmerkmal bei Schmierstoffen sinnvoll. Stark abhängig von Art der Grundöle und Additive; bei Zugehörigkeit zur selben API - Klassifikation und SAE-Klasse kann die Farbe zwischen zwei Produkten differieren von hell strohfarben bis kastanienbraun - sie ist keinesfalls ein Qualitäts-Kriterium.

Feste Fremdstoffe

Alle artfremden in Benzin und Benzol unlöslichen Verunreinigungen in (gebrauchtem) Schmieröl, wie Metallbetrieb, Silikate (Sand, Straßenstaub) und reiner Kohlenstoff sind Verbrennungsruß. Bei gebrauchten Motorenölen ist ca. 0,5 bis 0,8 Gew.-% normal bis niedrig, besonders bei Dieselmotoren (und Öl nach API CC) ca. 1,5% noch problemlos zulässig und sogar Werte bis zu 3% (und Öl nach API CD) meist gefahrlos möglich, sofern nur weicher feinverteilter Ruß vorliegt. Bei hohen Silikonanteilen steigt mit zunehmender
Fremdstoffmenge meist auch die Abriebrate spürbar (= Verschleißzunahme).

Kontrolle von Filtersystemen (Öl und Luft) und Einspritzaggregaten (Dieselmotoren) ist bei Motoren mit schnell bildendem hohen Rußpegel besonders wichtig. Gebrauchtöluntersuchungen des Öllieferanten sind hier dem Verbraucher eine wesentliche Hilfe bei der Überwachung der Ölwechselfristen.

Festschmierstoffe

In Schmierölen und Schmierfetten suspendierte oder direkt angewendete Stoffe wie Graphit, Molybdändisulfid usw.

Filter

Zur Reinigung von Ölkreisläufen werden Filter eingesetzt.

Flammpunkt

In Prüfapparaturen, die je nach zu prüfendem Mineralölprodukt unterschiedlich sind, wird ein Mineralöl erwärmt und die Temperatur der Flüssigkeit festgehalten, wenn erstmals das Dampf-Luft-Gemisch an einer Zündflamme entzündet wird. Bei Schmierölen liegt der Flammpunkt etwa zwischen 200 und 250° C, bei Benzinen z.B. oft unter 20° C. Mit einer Flammpunktbestimmung und einem Vergleich mit dem Ausgangswert eines Frischöls kann man beispielsweise bei der Untersuchung von gebrauchtem Motorenöl eine Verdünnung durch unverbrannten Treibstoff erkennen (z.B.: 180° C anstelle 230° C).

Die Flammpunktbestimmung dient weiterhin zur Erkennung der Explosivität oder Feuergefährlichkeit eines Mineralölproduktes und damit zur Einordnung in die Gefahrenklassen. Es sind verschiedene Messverfahren üblich (Abel-Pensky, Pensky-Matrens, Cleveland, Marcussou).Während bei der Flammpunktbestimmung das Dampf-Luft-Gemisch nur kurz aufflammt, kann in den gleichen Geräten durch weiteres Erhitzen auch der sog. Brennpunkt bestimmt werden, diejenige Messtemperatur, bei der das Gemisch nicht wieder erlischt, sondern weiterbrennt. Für die Untersuchung von Schmierölen ist der Brennpunkt ohne Aussagewert.

Fliesspunkt

Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Mineralölen meist mit Wasser unter Mitwirkung von Emulgatoren.

Flugmotorenöle

Sind den HD-Ölen für Benzinmotoren sehr ähnlich, jedoch den besonderen Anforderungen der Flugmotore angepasst. Für Turbinen werden Esteröle (synthetische Öle) verwendet.

Formenöle

A) Formen aus Holz, Metall o. ä. für die Herstellung von Beton, Keramiken sowie Dachpfannen werden mit dünnen Ölen oder Emulsionen zum guten Lösen der geformten Teile eingefettet;

B) Kernöle zum Mischen mit Formsand.

Fraktionen

Kohlenwasserstoffgemische die aus den unterschiedlichsten Siedebereiche der Destillation gewonnen werden.
Beispiele dafür wären: Petroleum, Benzine, Gasöle und Schmieröle verschiedener Viskosität.

Freier Schwefel

Nicht gebundener Schwefel in Mineralölen.

Fremdzündung

Unerwünschte und unkontrollierte Zündung des Treibstoff-Luftgemisches im Benzinmotor. Frischölschmierung - Siehe Getrenntschmierung

Frostschutzmittel

Kühlergefrierschutzmittel, die mit Wasser vermischt werden, um den Gefrierpunkt des Wassers zu senken.