ABC der Schmierung - E

Einfahr-Motorenöle

Gibt es heute nur mehr im LKW-Bereich, im Pkw –Bereich werden meist herkömmliche Motorenschmierstoffe
eingesetzt, mit denen man meist auch das volle Wechselintervall fahren kann. Trotzdem kann ein Ölwechsel
im Einfahrbetrieb von Vorteil sein und deshalb empfohlen werden.

Emulsionsstabilisator

Oberflächenaktive Stoffe, die die Emulsion stabil halten (Emulgatoren).

Emulgatoren

Wirkstoffe, die die Emulgierbarkeit von Ölen beeinflussen.

Emulgierbarkeit

Die Neigung eines Syntheseöles, Mineralöles bzw. eines legierten Öles, mit
Wasser Emulsion zu bilden.

Emulgierfestigkeit

Widerstand eines Öles gegen Emulsionsbildung.

Emulsion

Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Mineralölen meist mit Wasser unter Mitwirkung von
Emulgatoren.

Engler-Grad

Konventionelle Viskositäts-Maßeinheit, deren Gebrauch offiziell unzulässig ist. Sie gibt die Zähflüssigkeit eines Öles im Verhältnis zu Wasser (= 1) an durch Messung der Auslaufzeit einer Ölmenge aus dem sog. Engler-Topf. Sehr ungenaues Verfahren, jedoch in einigen Industriezweigen wegen der einfachen Handhabung immer noch gebräuchlich. In der Mineralölbranche wurden zuletzt die E vor der Einführung von Zentistoke in den alleinigen Sprachgebrauch durch tabellarische Umrechnung aus Zentistoke - Werten bestimmt, die bereits in Kapillar - Viskosimetern gemessen wurden.

EP-Getriebeöle

EP = Extreme Pressure (Hohe Druckbelastung) ist ein allgemeiner, kein Norm-Begriff. EP-Getriebeöle sind Getriebeöle mit sog. EP-Zusätzen. Sie sind erforderlich für die Schmierung von Getrieben, die aufgrund ihrer Baugröße (im Verhältnis zur übertragenen Leistung), ihrer Belastung und ihrer Konstruktion besonders hoher Materialbeanspruchung ausgesetzt sind.

Die Tragfähigkeit des Schmierfilms zwischen den Zahnflanken wird durch Ölzusätze verstärkt, die mit dem Metall chemisch reagieren, Schichten aufbauen u.ä. Diese Wirkungsweise muss so ablaufen, dass z.B. Buntmetalle oder Dichtungswerkstoffe in den Getrieben nicht angegriffen werden ("nicht aggressiv"). Je nach Einsatzzweck wird der EP-Effekt unterschiedlich hoch dosiert oder in seiner Wirkungsweise sehr genau gesteuert.

Für die Vielzahl von Getriebearten moderner Kraftfahrzeuge, wie Synchronschaltgetriebe, Automatikschaltgetriebe, Differential-Achsantriebe und Sperrdifferentialgetriebe kennt man viele Sonderprodukte, die speziell auf den Einsatzzweck abgestimmt sind. Mitunter kann eine unrichtige Auswahl zum Fehlverhalten, ja sogar zur schnellen Zerstörung des Getriebes führen. Mit Ausnahme der Automatik-Getriebe-Öle sind Fahrzeuggetriebeöle in den API -Klassen Getriebeöle festgelegt sowie in den SAE-Viskositätsklassen für Getriebeöle.

Erdöl

Chemisch: Gemisch von gasförmigen bis schwerflüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen (mit Anteilen von Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und Metallen).Entstehung: vor 100 bis 200 Millionen Jahren aus organischer Substanz durch Druck- und Temperatur- Einwirkung.Vorkommen: im Entstehungsgestein feinstverteilt (Ölsande, Ölschiefer) oder durch Wasser- oder Gasdruck bzw. Schwerkraft verdrängt in porösen Speichergesteinen (Erdöllagerstätten).Verarbeitung: durch physikalische Trennung (Destillation) und
chemische Veränderung und Reinigung (Crackung, Raffination) zu Brenn- und Treibstoffen und Schmierstoffen.

Ester

Verbindung zwischen Säuren und Alkoholen unter Wasserabspaltung. Ester wird verwendet als Lösungsmittel und Schmierstoff. Es zählt zu den synthetischen Basisflüssigkeiten.