ABC der Schmierung - D

Dampfblasenbildungs-Punkt

Testwerte bei Bremsflüssigkeiten (auf Glykoläther-Basis) zur Beurteilung der Gebrauchsfähigkeit. Temperaturpunkt, bei dem eine wasserhaltige Bremsflüssigkeit bereits vor Erreichen des Siedepunktes soviel Dampfblasen bildet, dass Fahrzeugbremssysteme unwirksam werden, weil die Betätigung der Bremshydraulik nur noch Gasvolumen komprimiert ohne Bewegung der Radbremszylinder. Der D. darf nie in den Betriebs-Temperatur-Bereich der Bremssysteme absinken (im Wärmestrahlungsbereich der Radbremsen); als sog. Markey-Vapour-Lock-Point wird er im Markey-Tester labormäßig gemessen. Für die Werkstatt-Praxis ist vereinfacht die D.-Bestimmung in sog. Bremsflüssigkeits-Testern möglich.

Der Dampfblasenbildungs-Punkt liegt meist erheblich unter dem Siedepunkt einer nassen Bremsflüssigkeit, der nur im Labor zeitaufwendig genau bzw. mit eigenen Testgeräten bestimmt werden kann (Differenz ca. 10 - 
20°C).

Dauer-Unterbodenschutz

Fahrzeug-Unterboden-Behandlungen mit dauerfesten (meist schwarzen) Produkten hoher Verschleißfestigkeit
für Schutz für mehrere Jahre oder sogar auf Lebenszeit des Fahrzeugs (siehe unter Unterbodenschutz).

Destillation

Erste Stufe der Schmieröl-Herstellung; Zerlegung des Erdöls durch Destillation in verschiedene sog. Fraktionen unterschiedlicher Siedebereiche und Viskosität (Spezial- und Test-Benzine, Spindelöle, sog. Neutralöle und Rückstand-Bitumen oder Breightstock). Weiterverarbeitung in der Raffination.

Detergents

Englischer Fachbegriff für Wirkstoffe in Schmierölen, die von geschmierten Flächen Schmutzteilchen
entfernen ("Waschwirkung", Detergent-Effekt) - besonders in Motorenölen.

Dichte

Die Dichte ist das Verhältnis der Masse eines Stoffes zu seinem Volumen. Identisch mit dem spezifischen Gewicht, dem Verhältnis des Gewichtes zum Volumen.

Ungefähre Dichte-Beispiele (d15):
Benzin: 0,700
Petroleum: 0,750
Leichtöle (DK): 0,800
Schmieröle: 0,850 bis 0,950
Je nach chemischer Struktur differieren diese Werte erheblich. Die Dichte ist kein Merkmal der Qualitätsbewertung.

Dieseltreibstoff

Treibstoff für Dieselmotoren mit definierter Zündwilligkeit - Cetanzahl - und Paraffinabscheidungstemperatur -
"Sommerdiesel" / "Winterdiesel"

Dieselpartikelfilter

Dieselpartikelfilter reduzieren Emissionen erheblich. Eine Innovation, die nicht nur der Natur zu Gute kommt. Der Partkielfilter aus Siliziumkarbid verfügt über wechselweise angeordnete Ein- und Ausgangskanäle, welche für die Gase eine Art „Sackgasse“ bilden und nur durdh die porösen Wände des Partikelfilters ins Freie gelangen. Empfohlenes Motoröle sind die Low SAPS Öle für diesen Filter.

DIN-Normen

Deutsche-Industrie-Normen, die von Verbänden und Ausschüssen der deutschen Industrie aufgestellt und veröffentlicht werden und von der Privatwirtschaft und den Gesetzgebern als Richtlinien anerkannt werden. Auch die Eigenschaften und Prüfverfahren der Mineralöl-Produkte sind in DIN-Normen festgelegt, die oft in enger Zusammenarbeit mit ausländischen Normensystemen erstellt wurden oder sich z.T. mit z.B. den ASTM-, SAE- u.a. Vorschriften sogar decken.Alleinige Veröffentlichung erfolgt durch den Verlag Beuth-Vertrieb, Berlin und Köln.

Dispersants

Englischer Fachbegriff für Wirkstoffe in Schmierölen, die eingedrungene Schmutzteilchen in möglichst feiner
Korngröße in Schwebe halten und am Ablagern hindern, bis sie durch Ölfilter, Zentrifugalabscheider - oder
durch Ölwechsel - entfernt werden können. Meist gekoppelt mit Detergents, wichtiger Bestandteil der HDMotorenöle.

DOT

Abk. für Department Of Transport der amerikanischen Fernstraßen-Sicherheits-Behörde. Unter DOT 3, DOT 4, DOT 5 und DOT 5.1 sind Richt- und Norm-Daten für Bremsflüssigkeiten festgelegt. Die DOT - Vorschriften legen Eigenschaften fest hinsichtlich
 Viskositätsverhalten in Wärme und Kälte
 Korrosionsverhalten
 Temperaturstabilität
 Quellverhalten von EPDM Elastomeren
 Oxydationsfestigkeit
 Verdampfungsneigung
 Wasserbeständigkeit
 Abscheidungsfreiheit