Andy Green und der Rekordversuch „powered by Castrol EDGE“

„Dead Dog“ – toter Hund – hat er sich genannt. Diesen Funkrufnamen benutzte Andy Green 1997, als er mit 1228 Kilometern pro Stunde durch die Wüste fegte. Der damals 35-jährige Kampfpilot der Royal Air Force durchbrach im 110.000 PS starken Thrust Super Sonic Car – kurz Thrust SSC – als erster und bisher einziger Mensch mit einem Landfahrzeug die Schallmauer. Dabei soll es aber nicht bleiben. Green ist zwar inzwischen 53 Jahre alt, aber er strebt immer noch nach mehr. Am 16. Oktober 2016 wollen Green und das Team des Projekts BLOODHOUND SSC in der südafrikanischen Hakskeen-Pan-Wüste einen neuen Rekord aufstellen – „powered by Castrol EDGE“.
„Unser Projekt ist ganz untypisch für den Motorsport“, berichtet Green gegenüber der deutschen Automobil-Zeitschrift „auto motor und sport“. „Denn normalerweise versucht man ja, seine kleinen Geheimnisse für sich zu behalten. Aber wir haben keinen Gegner. Daher können wir es uns erlauben, die ganze Technologie offen zu zeigen. Und diese Offenheit ist auch interessant für unsere Technikpartner, wie zum Beispiel Castrol. Hier können diese Firmen zeigen, was sie können. Und auch darüber sprechen.“

Castrol liefert für das BLOODHOUND Überschall-Auto Hochleistungs-Schmierstoffe wie sein bislang stärkstes und am weitesten entwickelte Motorenöl Castrol EDGE mit TITANIUM FST™. Castrol-Schmierstoffe sorgen aber nicht nur im Jaguar V8-Motor für Höchstleistungen, sie fließen auch durch die anderen Lebensadern des BLOODHOUND SSC. Der Raketensystem-Schmierstoff Castrol Braycote Intertox 240-2, der Radlager-Schmierstoff Castrol Alphasyn T32, die Motorsport-Bremsflüssigkeit Castrol React SRF und die bewährte Castrol-Hydraulikflüssigkeit Castrol Hyspin, die auch von der NASA verwendet wird. Es bedarf eben maximaler Performance, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit, wenn ein positiv „verrückter Hund“ wie Andy Green mit mehr als 400 Metern pro Sekunde durch die Wüste fährt. Doch warum macht er das? Was treibt ihn an, neben den 135.000 PS des BLOODHOUND SSC in seinem Rücken?

Green hat Mathematik studiert – dank eines Stipendiums der britischen Luftwaffe. Mit 21 Jahren folgte die Ausbildung zum Piloten für Kampfflieger. Bereits früh in seinem Leben kam er also mit Geschwindigkeit in Berührung. Aktuell ist Green Oberstleutnant in der Royal Air Force, vor ein paar Jahren erhielt der Brite den Ritterschlag. Geschwindigkeit, Höchstleistung, Adrenalin – doch nicht um jeden Preis. Alles, was Sir Andy am Steuer eines Kampffliegers oder Überschall-Autos tut, macht er mit Bedacht und ohne große Emotionen.

„Als Kampfpilot ist man darauf trainiert, seine Gefühle im Zaum zu halten“, sagt Green, ganz im Sinne des (be-) rechnenden Mathematikers. Sein wissenschaftlicher Hintergrund ermögliche es ihm außerdem, mit Technikern des BLOODHOUND-Projekts „auf Augenhöhe zu diskutieren“. Doch es gibt nicht nur den wissenschaftlichen Green. Wer sich als Funkrufname bei einer Wüstenfahrt mit Überschallgeschwindigkeit „Dead Dog“ nennt, der hat Humor. Welchen Namen sich Green wohl für den Rekordversuch im nächsten Jahr ausdenkt?
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