DIE RENNGESCHICHTE VON CASTROL

Einleitung

Unser Rennstammbaum

Castrols Renngeschichte – Eine Geschichte der Leidenschaft

Seit den Anfangstagen des Motorrennsports in den frühen 1900er-Jahren gehört Castrol durchweg zu den Besten in diesem Sport.

Unsere langfristige technische Partnerschaft mit Motorradherstellern sowie die Verwendung von Motorradrennen als Testumgebung sind ein wichtiger Teil unserer kontinuierlichen Entwicklung hochqualitativer Produkte, die sowohl für Rennfahrer als auch für Motorradenthusiasten weltweit bestimmt sind.

Castrols Erfolg beim Motorradrennsport lässt sich bis zu den Anfängen des Rennsports auf der Isle of Man TT im Jahre 1907 zurückverfolgen und setzt sich bis hin zu den heutigen Motorrädern der leistungsstarken MotoGP-Serie fort.

Während der 20er- und 30er-Jahre gewann der Sport europaweit an Dynamik, wobei der Beginn des Zweiten Weltkriegs allerdings eine vorübergehende Einstellung des Rennsports mit sich brachte. Er begann erst im Jahre 1949 wieder, als die neue Weltmeisterschaft ins Leben gerufen wurde. Während all dieser Zeit blieb Castrol jedoch der Liebe zum Motorradrennsport treu, und zwischen den Jahren 1922 und 1947 verwendeten alle Bar-Two-Sieger des Isle of Man TT-Rennens Öl von Castrol.

Die fliegenden 50er-Jahre

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1950

Die 50er-Jahre wurden weithin als das „Goldene Zeitalter“ des Motorradrennsports betrachtet. Zu Beginn des Jahrzehnts setzten die Teams von Norton und Gilera den Standard, dem andere folgten. Beide verwendeten Schmiermittel von Castrol.

1957

Das Gilera-Team verwendete Castrol-Öl und gewann Mitte der 50er-Jahre sechs 500er-Titel. Zum Ende des Jahrzehnts hin musste jedoch in nahezu allen italienischen Fabriken die Produktion von Rennmotorrädern eingestellt werden, da die Einführung billiger Automobile den Markt für Straßenmotorräder ruiniert hatte. Eine Ausnahme bildete MV Agusta, eine Marke, die zum herausragenden Namen des Motorradrennsports wurde und zwischen 1952 und 1976 139 Grand-Prix-Rennen der 500cc-Klasse gewann.

1958

Castrol und Honda beginnen ihre äußerst erfolgreiche Partnerschaft. Honda nahm mit Castrol vor ihrem gemeinsamen Debüt bei den Rennen auf der Isle of Man im Jahre 1959 Kontakt auf. Honda setzte die Schmiermittel von Castrol ein und gewann den Hersteller-Teampreis bereits beim ersten Anlauf.

Die glitzernden 60er-Jahre

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1960

Genau wie die Italiener ihre Technologie durch den Motorradrennsport unter Beweis gestellt hatten, begann nun auch die japanische Motorradindustrie, sich international einen Namen zu machen. Wie immer war der Rennsport der ideale Weg, um Überlegenheit zu demonstrieren. Honda gewann zwischen 1959 und 1967 10 Herstellermeisterschaften und 17 individuelle Welttitel unter Verwendung von Castrol R30.

1966

Die Entwicklung und Komplexität von Motoren erreichte neue Höhen mit 20.000 U/min bei 250cc-Viertaktern mit sechs Zylindern im Wettstreit mit vierzylindrigen Zweitaktern. Der Technologiewettbewerb erreichte seinen Höhepunkt, als Motorenentwickler davon überzeugt wurden, immer höhere Leistungen durch immer mehr Zylinder zu erreichen.

1968

Die Kosten der Wettbewerbsfähigkeit auf der Rennbahn forderten Tribut bei den japanischen Herstellern. Im Jahre 1968 blieb nur noch Yamaha im Rennen. Das italienische MV-Agusta-Team machte sich die fehlende japanische Konkurrenz zu Nutze und sicherte sich während eines Jahrzehnts die meisten der 500cc-Titel.

Die sensationellen 70er-Jahre

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1970

MV Agusta erfreute sich weiterhin großer Rennerfolge mit seinem Star-Rennfahrer Giacomo Agostini, der zum erfolgreichsten Rennfahrer in der Geschichte der Weltmeisterschaft wurde. Insgesamt gewann Agostini 15 Weltmeisterschaften, 7 davon in der 500cc-Klasse auf einem Dreizylinder-Viertakter von MV Agusta.

1974

Agostini vollzog einen sensationellen Wechsel von MV Agusta zu Yamaha. Das Yamaha-Team bat Castrol, ein synthetisches Öl zu entwickeln, das Castrol R übertreffen würde. Das neue Öl sollte den Motor noch wirksamer schmieren, eine Leistungssteigerung erzielen und Motorplatzer verhindern. Aus diesen Bemühungen entstand Castrol A747 – ein Öl, das auch noch 30 Jahre später als das beste gilt.

1979

Nach zehnjähriger Abwesenheit nahm Honda erneut an den Weltmeisterschaften teil, und Castrol wurde bei der Entwicklung eines der einflussreichsten Rennmotorräder der Neuzeit hinzugezogen: Hondas beeindruckendes NR500-Modell mit ovalen Kolben und acht Ventilen pro Zylinder. Im Auftrag von Honda produzierte Castrol ein spezielles Rennschmiermittel für den 22.000 U/min leistenden Motor. Diese Maschine war sehr einflussreich für die Ausbildung von Hondas Ingenieuren und bereitete den Weg für eine Serie innovativer Rennmotorräder von Honda.

Die begeisternden Achtziger

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1983

Der amerikanische Rennfahrer Freddie Spencer gewann die Weltmeisterschaft der 500cc-Klasse auf seiner mit Castrol geschmierten Honda. Mit seinen 21 Jahren gewann er als jüngster Motorradrennfahrer den Titel. Seine Maschine, der dreizylindrige Zweitakter NS500, war eine Weiterentwicklung der NR500, bei deren Entwicklung Castrol Honda geholfen hatte.

1984

Honda brachte wie zuvor Suzuki und Yamaha einen vierzylindrigen Zweitakter ins Rennen, was zu einem regelrechten Dreikampf führte. Bisweilen beteiligten sich an der Spitze noch weitere Akteure, darunter eines der wichtigsten Teams, das italienische Cagiva-Team. Es wurden hervorragende Rennen geliefert, doch aus technischer Sicht wurde nur wenig Fortschritt erzielt. Gleichzeitig wirkten sich die Abgasvorschriften negativ auf die Zweitakter aus und die Grand-Prix-Rennen verloren als Arena zur Entwicklung neuer Technologien für Straßenmotorräder an Wert.

1986

Während sich die meisten Hersteller und Dachverbände an der Diskussion um die zukünftige Ausrichtung des Sports beteiligten, unterstützte Castrol weiterhin einige der erfolgreichsten Rennfahrer. So gewann z. B. 1986 der Venezolaner Carlos Lavado die Weltmeisterschaft mit seiner Castrol-geschmierten Yamaha 250.

1989

Gegen Ende der 80er-Jahre suchten die Hersteller weiterhin nach einer Möglichkeit, erneut eine Verbindung zwischen ihren Rennsportaktivitäten und den alltäglichen Produkten für die Straße herzustellen. Der Grand-Prix-Rennsport ist kostspielig und bedarf einer Rechtfertigung. Obgleich die meisten Technologien ohne die unmittelbare Nähe zu einer Rennstrecke entwickelt werden können, gewinnen Hersteller wertvolle Erkenntnisse aus der Rennumgebung.

Die 90er-Jahre und danach

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1993

Während der 90er-Jahre blieb Castrol weiterhin mit den großen Namen des Sports verbunden. Als Wayne Rainey im Jahre 1993 den Gesamtsieg errang, war seine Yamaha YZR500 mit Castrol-Öl geschmiert. Zu den anderen herausragenden Weltmeistern, die in den 90er-Jahren und seit 2000 Castrol verwendet haben, zählen John Kocinski, Colin Edwards und Sete Gibernau.

1999

Aus Diskussionen in den späten 90er-Jahren ging ein von Yamaha und Honda unterbreiteter Vorschlag hervor, die 500cc-Grand-Prix-Klasse neu zu gestalten. Dadurch sollte es Herstellern ermöglicht werden, neue Technologien zu entwickeln, die sowohl für den Straßenbetrieb von Nutzen sein würden, als auch gleichzeitig das Interesse am Renngeschehen bewahrten. Es ergab sich daraus die Ankündigung, dass die Königsklasse des Motorradrennsports für das Jahr 2002 von einer 500cc-Klasse (standardmäßig nur eine Zweitakterklasse) in eine kombinierte 500cc-Zweitakter- und 990cc-Viertakter-Klasse umgewandelt werden sollte. Ende 2003 waren alle Zweitakter aus der Arena verschwunden, verdrängt durch die leistungsstarken, leicht zu beherrschenden Viertakter.

2003

Nach einer sehr erfolgreichen, langen Partnerschaft mit Honda bei den World Superbikes kehrte Castrol im Jahr 2003 mit der Produktion der speziellen Castrol Power1-Schmiermittel für die 990cc-Hondas RC211V V5 des Gresini-Honda-Teams zum Grand Prix zurück.

Auch heute noch liegt Castrol in Führung…

... und verbessert seine Zweitakttechnologie mit der Einführung von Castrol XR77 für bleifreie Zweitaktrennmaschinen und mit Castrol Power1-Technologie für die neue Generation der Viertakter.

Erfolgsbilanz – Mit Castrol geschmierte Maschinen bei den Grand-Prix-Rennen
  • über 471 Rennsiege mit 59 Herstellern
  • 268 Podiumsplätze
  • 127 Rennsiege mit Honda
  • 35 Rennsiege mit Yamaha
  • 77 Rennsiege mit Norton
  • 28 Rennsiege mit BMW