Richtiges Motorenöl verdoppelt Lebensdauer von Katalysator und Dieselpartikelfilter

  • Schmierstoffe federn Anreicherung von Asche oder Kraftstoff ab
  • Technik-Spezialist Clasen: Wechselintervalle unbedingt einhalten
  • Notwendige Betriebstemperatur wird im Kurzstreckenbetrieb oft nicht erreicht
Hamburg, 12. Februar 2015. Katalysatoren und Dieselpartikelfilter (DPF) halten ein Autoleben lang. Soweit die Theorie. In der Praxis machen immer mehr Autofahrer die Erfahrung, dass die Systeme zur Abgasnachbehandlung vorzeitig ausfallen und kostspielig ausgetauscht werden müssen. Grund dafür ist bei beiden Systemen ein Verstopfen der Bauteile. „Autofahrer sind diesem Prozess jedoch nicht zwangsläufig ausgeliefert, denn mit dem richtigen Motorenöl lässt sich die Lebensdauer von Dieselpartikelfiltern und Katalysatoren selbst bei ungünstigen Betriebsbedingungen verdoppeln“, sagt Volker Clasen vom Technischen Kundendienst des Schmierstoff-Technologieführers Castrol.

Für viele Dieselpartikelfilter ist schon nach 100.000 Kilometern Schluss

Dieselpartikelfilter machen vor allem Ruß- und Ascheablagerungen zu schaffen. Im Normalfall werden diese Rückstände während der Regeneration des Filters verbrannt. Dafür ist – je nach System – eine Abgastemperatur von mindestens 500 Grad Celsius notwendig. Im Stadtverkehr oder im Kurzstreckenbetrieb werden jedoch oft nur Temperaturen von unter 250 Grad Celsius erreicht. Die Folge: mangelhafte Regeneration führt zu Rußblockaden und motorischen Störungen. Überzogene Wechselintervalle oder mindere Ölqualität können Ascheblockaden verursachen und führen letztlich zu einem Komplettausfall. Oft halten Rußfilter nur wenig länger als die vom Gesetzgeber geforderten 100.000 Kilometer. Dann hilft nur noch der Austausch, der inklusive Einbau rund 1.000 Euro und mehr kostet.

Ähnlich ist die Situation bei Katalysatoren von Otto-Motoren. Fremdstoffe verstopfen die feinen Kanäle des Bauteils. Auch unverhältnismäßig hoher Ölverbrauch beeinträchtigt die katalytische Beschichtung. Ursächlich kann hier ein falsch gewähltes Motorenöl sein. Anders wirken sich hingegen Fehler in der Motorelektronik aus: unverbrannter Kraftstoff gelangt in den Katalysator und sorgt in kurzer Zeit für einen kompletten Ausfall durch Überhitzung infolge einer Nachverbrennung des Kraftstoffes. Der Kurzstreckenbetrieb leitet dagegen einen schleichenden Prozess der Verstopfung ein. Denn auch der Katalysator benötigt eine Betriebstemperatur von bis zu 500 Grad Celsius, um einwandfrei zu funktionieren. Moderne Otto-Motoren brauchen dafür nach dem Start im Normalbetrieb etwa  fünf Minuten – im Kurzstreckenbetrieb wird diese Zeit oft nicht erreicht.

Schnelle Durchölung und Verschleißschutz in der Kaltstartphase

Ein hochwertiges Motorenöl beeinflusst die Lebensdauer der Systeme zur Abgasnachbehandlung entscheidend. Hochleistungsschmierstoffe von Castrol entlasten die Bauteile gleich doppelt: zum einen sorgen sie für eine schnelle Durchölung des gesamten Motors. Dadurch wird die erforderliche Betriebstemperatur schneller erreicht und die Entwicklung schädlicher Rückstände wird speziell in der Kaltstartphase auf ein Minimum reduziert. Zum anderen dient das Motorenöl auch als Puffer. „Das Öl bindet bis zu einem gewissen Grad Fremdstoffe wie Asche oder Kraftstoff. Dadurch ergibt sich ein verlässlicher Verschleißschutz sowohl für den Motor, als auch für Katalysator und Dieselpartikelfilter“, erklärt Clasen. Damit das Motorenöl seiner Doppelfunktion gerecht werden kann, ist der regelmäßige Ölwechsel entsprechend den Herstellervorgaben unerlässlich. Schließlich hinterlässt der Eintrag von unverbranntem Kraftstoff oder Asche auch im Motorenöl seine Spuren. „Wer sich nicht an die vorgeschriebenen Wechselintervalle hält, spart am falschen Ende“, betont der Experte.

Bei der Qualität des Motorenöls trennt sich speziell im Kurzstreckenbetrieb die Spreu vom Weizen. Der Technik-Spezialist von Castrol erklärt, dass nur qualitativ hochwertige Schmierstoffe ausreichende Leistungsreserven haben, um den Eintrag von Fremdstoffen abzufedern und trotzdem eine perfekte Durchölung zu garantieren. Bei Billigprodukten führt das unweigerlich zu einem deutlichen Abfall der Schmierleistung und somit zu einem höheren Verschleiß. Zusätzlichen Stress für das Öl können auch andere Fahrumstände bereiten. „Viele Fahrzeugbesitzer bewegen ihre Fahrzeuge unter erschwerten Betriebsbedingungen, z.B. bei häufigem Stopp-and-Go–Verkehr oder Anhängerbetrieb, ohne dass ihnen diese besondere Belastung bewusst ist. In solchen Fällen nämlich setzt der Fahrzeughersteller meist verkürzte Intervalle an, die die der Betriebsanleitung des Fahrzeuges zu entnehmen sind. Werden sie ignoriert, droht verstärkter Verschleiß bis hin zum Motorkollaps“ sagt Clasen.
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