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Sensationelles Tempo an der Spitze

Unglaublicher Schlagabtausch bei der Bosch Super plus-Rallye. Die Top 10 legen ein selten dagewesenes Tempo vor, ein Tanz auf der sprichwörtlichen Rasierklinge. Und das vor einer Zuschauerkulisse, wie sie bei dieser Rallye noch nie beobachtet wurde und auch österreichweit seinesgleichen sucht..
Organisationschef Willi Stengg sen.: „Voriges Jahr waren es schon viele, aber das sind heuer, wiederum bedingt durch den Feiertag, noch einmal so viele. Die heimische Executive geht von 40.000 Besuchern aus.“ Womit sich wieder einmal zeigt, dass gut verpackter Motorsport nach wie vor ein echter Publikumsmagnet ist.

Scheinbar fast aussichtslos abgeschlagen, landete Andreas Aigner in der dritten Sonderprüfung des Tages einen gewaltigen Aufwärtshaken und nahm Raimund Baumschlager auf einen Schlag fast 11 Sekunden ab. Der Skoda-Pilot holte sich danach wieder zwei davon zurück und liegt vor den vier Nachmittags-Prüfungen genau 19 Sekunden vorne. Ein kleiner Polster, aber keinesfalls ein Ruhekissen. Baumschlager: „Auf der ersten und dritten Prüfung ist es viel bergauf gegangen, dafür ist der Mitsubishi einfach besser übersetzt. Die anderen beiden SPs waren weitgehend so, wie ich mir das vorstelle.“ Aigner: „Also die SP 9, die war schon absolut am Limit und wirklich perfekt. Schneller wäre es nicht mehr gegangen.“ Mit breitem Grinsen fuhren Beppo Harrach und Patrick Winter in die Mittagspause. Aus dem Dreikampf um Platz 3 ist ein Duett geworden, denn Andreas Waldherr kann das schnelle Tempo der beiden Mitsubishi-Piloten nicht mehr halten.
Waldherr: „Wir hadern mit einigem, auch mit den Reifen. Wenn ich mir die Zeiten ansehe, ist der Abstand zum Raimund im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Wir fahren schneller, aber er auch. Und zwischen uns wird angedrückt, das hältst du nicht aus. Wir werden jetzt versuchen, Platz 5 zu halten.“

Mario Saibel hat Willi Stengg im Kampf um Platz 6 überholt, aber es bleibt sehr knapp. Saibel: „Endlich läuft es, leider zu spät. Nach vorne geht nichts mehr.“ Stengg: „Wir bekommen keine vernünftigen Reifentemperaturen zusammen.“

Manfred Stohl musste bereits nach zwei Sonderprüfungen den Gasdruckregler seines Peugeot wechseln, kassierte wegen Zeitüberschreitung zwei Minuten Zeitstrafe und fiel auf Platz 16 zurück. Im Kampf um den Sieg in der 2wd-Wwertung gelingt es Hermann Neubauer trotz eines Reifenschadens sich ein wenig von seinem Suzuki-Teamkollegen Mario Klammer zu lösen. Auch Hannes Danzinger wurde zum Reifenopfer, sein Ford Fiesta liegt trotzdem weiterhin auf Platz 3. Ein spannender Nachmittag ist auch bei den Dieseln angesagt: Daniel Wollinger musste neben anderen dringenden Servicearbeiten in der Mittagspause auch das Getriebe seines VW Scirocco wechseln lassen. Er verlor rund zwei Minuten und die Führung an den Waldviertler Subaru-Piloten Christian Mrlik, der mit rund 40 Sekunden Vorsprung in den Nachmittag geht. Bei den Historischen schied Kris Rosenberger nun endgültig wegen eines Getriebeschadens an seinem Porsche 911 aus. Karl Wagner (Porsche) führt 28 Sekunden vor Sepp Pointinger (Ford Escort) und 37 Sekunden von Konrad Friesenegger (Opel Kadett C).

62 Teams nehmen in den nächsten Minuten die letzten vier Sonderprüfungen in Haideggendorf und Pinggau auf. Um 16:16 Uhr wird beim Zieleinlauf in Friedberg das Siegerteam feststehen.
Bestätigungshinweis
Quelle: Manfred Kimmel

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