Rallye Neuseeland
Tuchfühlung mit einer Sandbank und eine Reifenpanne kosten die Fahrer des Teams BP-Ford Abu Dhabi Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala möglicherweise das 1-2 Finish in Neuseeland.
Im vergangenen Jahr siegte auf dieser Etappe, der „Whaanga Coast“, Marcus Gronholm knapp über Sebastien Loeb. Doch diesmal war es der Franzose, der aus der Finaletappe erfolgreich hervorging und sich den Sieg noch schnappen konnte, obwohl Platz 3 für ihn bereits gesetzt schien.
Nachdem die Etappenstrecken bedingt durch das trockene Wetter mit losem Schotter bedeckt waren, versuchten es die Führungsteams nach den beiden vorangegangenen Tagen mit Positionstaktik. Latvala führte das Feld Sonntag links an. Hirvonen lag auf dem zweiten Rang, nachdem Loeb am Samstag die Führung im Endspurt vergab und Ford zum Finaltag damit die Spitzenposition bescherte.
Hirvonen überholte nach kurzer Zeit seinen Teamkollegen und hielt sich bis in die Endphase vor Latvala auf Rang 2 in der Spitzenposition – damit hätte Hirvonen wieder die Führung übernehmen und Castrol-Ford bis auf einen Punkt an Citroen heranbringen können.
„Ich schnitt eine Böschung und fuhr auf einen Felsen auf, der im weichen Schmutz versteckt lag – dadurch wurde der Kühler beschädigt,“ so Latvala. „Mir war sofort klar, dass es vorbei war, als die Warnanzeigen für die Öl- und Wassertemperatur gleichzeitig aufleuchteten. Es war ein schrecklicher Moment.“
„Als ich Jari-Matti am Straßenrand sah, wusste ich, dass ich das Rennen beenden musste. Doch irgendwie beschädigte ich einen der Hinterreifen und anschließend brach die Aufhängung,“ so Hirvonen weiter. „Das kostete mich etwa 50 Sekunden und so wurde aus der Führung nur noch Rang 3. Das war wahrscheinlich die enttäuschendste Erfahrung in meiner gesamten Karriere.“
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Castrol-Ford fünf Etappen für sich entscheiden können und war nach jedem Renntag Tagessieger. Das Team gehörte zu den vier Wagen, die am Morgen der Finaletappe innerhalb von nur 15 Sekunden lagen – ein Beleg dafür, dass die diesjährige Meisterschaft eigentlich nur zwischen zwei Teams und vier Fahrern entschieden wird, während das übrige Feld in deren Staubwolke hinterherhängt.
Dazu Malcolm Wilson, Teamleiter von BP-Ford: „Einer der enttäuschendsten Tage, die unser Team je erleben musste. Nachdem wir mit einer eigentlich uneinnehmbaren Führung und einem sicheren zweiten Platz in die letzte Etappe gingen, haben wir absolut nicht damit gerechnet, uns nur auf Rang 3 wieder zu finden. Ich fühle sehr mit Mikko, denn er fuhr die gesamte Rallye über tadellos und zeigte, dass er es mit Loeb aufnehmen kann. Sowohl er als auch Jari-Matti bewiesen dieses Wochenende enorme Schnelligkeit und wir werden mit erhobenem Haupt und gewetzten Klingen den Kampf wieder aufnehmen."
Die ersten Sechs
- 1. Loeb/Elena (Citroen)
- 2.Sordo/Marti (Citroen)
- 3.Hirvonen/Lehtinen (Ford)
- 4.P Solberg/Mills (Subaru)
- 5.Aava/Sikk (Citroen)
- 6.Andersson/ Andersson (Suzuki)
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