Rally Deutschland
Eine zertrümmerte Radfelge kostete den BP-Ford Abu Dhabi Fahrer Mikko Hirvonen in Deutschland den Podiumsplatz. Sébastien Loeb erzielte in einem Rennen, das er noch nie verloren hat, wieder einmal Gold. Dani Sordo holte Silber und Francois Duval Bronze.
Trotz des Ergebnisses zeigten die fliegenden Finnen von Ford, dass sie bei den verbleibenden Asphalt-Events dieser Saison ein ernstzunehmender Faktor sind.
Loeb entschied jede der Prüfungen durch die Weinberge der Mosel am Freitag für sich, doch Hirvonens Performance war eine Offenbarung, da der Finne Loeb den ganzen Tag dicht auf den Fersen blieb und den Deutschlandmeister zu dem Kommentar zwang: "Jemand hat diesen Finnen beigebracht, wie sie auf dem Asphalt fahren müssen!"
Hirvonen genoss das Fahren in Castrol-Fords neuem Focus Variant sehr, gab jedoch zu, dass die Straßen aufgrund von Staub sehr rutschig waren. "Ich glaube nicht, dass ich mich jemals zuvor auf dem Asphalt so sehr in Seitenlage befunden habe", gab er zu.
Jari Matti Latvala beendete den Tag auf Rang 5, nachdem der Tag aufgrund eines Unfalls während der vorletzten Prüfung verkürzt wurde. Der Stobart-Ford Fahrer Gigi Galli verunglückte und wurde mit einem gebrochenem Oberschenkelknochen ins Krankenhaus geflogen.
Hirvonen konnte seine Geschwindigkeit vom Freitag nicht aufrechterhalten, als das Rennen am Samstag auf dem Truppenübungsplatz Baumholder (die "Panzerplatte") weiterging. Er fiel auf Rang 3 zurück und Tag 4 endete für ihn gegen Ende der letzten Etappe mit einem durch ein Loch auf der Strecke beschädigten Hinterrrad.
Latvala erging es nicht besser, nachdem er den Tag als Neunter beendete, nachdem sich sein Wagen überschlagen hatte. "Ich habe beim Hineinfahren in eine Schikane die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt und wir sind ins Feld gefahren, aber aufgrund des Grabens haben wir uns überschlagen", gab er zu.
Am letzten Tag gab es an der Spitze keine Veränderungen mehr. Das Gesamtereignis zeigte, dass Hirvonen und BP-Ford ihre WM-Führung abgeben mussten. "Ich hätte einen dritten Platz vorgezogen, aber für mich ist ein vierter Platz auf dem Asphalt gar nicht so schlecht", sagte ein optimistischer Hirvonen. "Wir haben jedoch einige gute Etappenzeiten erreicht, und wenn wir die Konsistenz vergrößern können, dann sieht es für die Asphaltrallyes später in dieser Saison gar nicht schlecht aus."
BP-Ford Teamchef Malcolm Wilson kommentierte: "Es war klar, dass dies für uns ein schwieriges Rennen werden würde, aber ich bin mit dem Tempo des neuen Wagens zufrieden. Mikko und Jari-Matti sind hervorragend gefahren, aber durch einen Fehler und ein bisschen Pech haben sie nicht das Ergebnis erhalten, das sie eigentlich verdient hätten. Aber in dieser WM ist noch nichts entschieden."
Die ersten Sechs
- 1. Loeb/Elena (Citroen)
- 2. Sordo/Marti (Citroen)
- 3. Duval/ Pivato (Ford)
- 4. Hirvonen/Lehtinen (Ford)
- 5. P Solberg/Mills (Subaru)
- 6. Atkinson/Prevot (Subaru)
Teamnachrichten: Ford setzt den neuen Focus Variant ein
Castrol-Fords neuste Entwicklung des Focus RS WRC feierte in Deutschland sein Debüt. An dem Focus, der in den letzten zwei Rennsaisons den WRC Markentitel gewann und kürzlich mit dem 100. Finish in den Punkten in Folge Renngeschichte schrieb, wurden vor dem Asphalt-Event eine Reihe von Neuerungen vorgenommen. An dem neuen Wagen wurden Veränderungen an der Karosserie sowie Verbesserungen am Motor durchgeführt. Stiländerungen im Kühlerbereich spiegeln das schnittige Aussehen des neuen Focus RS Straßenwagens wider, während ein neuer Turbo und eine neue Kurbelwelle die verfügbare Power-Bandbreite vergrößern werden.
Rennnachrichten: Vorhaben, Safety Cars abzuschaffen, rückgängig gemacht
WRC Fahrer haben sich mit der Bitte an die FIA gewandt, die Entscheidung über die Abschaffung von Safety Cars ab 2009 rückgängig zu machen. Diese Wagen fahren bei Asphalt Events vor dem Feld, um das Gebetbuch mit Straßenänderungen seit der Recce oder aufgrund von Wetterverhältnissen zu aktualisieren. BP-Ford Chef Malcolm Wilson unterstützte die Crews: "Die Kosten für dieses entscheidende Sicherheits-Tool belaufen sich nur auf ein paar mehr Hotelübernachtungen und Flugtickets, das ist weit weniger als die Kosten für ein demoliertes Auto oder eine verletzte Crew."
