Deutschland Skip Navigation - jump to content
Search

WTCC England

WTCC England
Fahrer Jörg Müller vom Castrol-BMW-Team Deutschland erzielte am Sonntag in Brands Hatch seinen ersten Saisonssieg bei der Touringwagen- Weltmeisterschaft.
Als Müller im ersten der beiden Läufe auf der britischen Rennstrecke mit sechs Sekunden Abstand als Erster über die Ziellinie fuhrt, endete für den BMW-Recken, der zuletzt im Juni letzten Jahres einen Sieg eingefahren hatte, eine lange Durststrecke.
BMW Team
Mϋller lag klar hinter Rob Huff auf Platz 2, bis der Fahrer des Chevrolet Lacetti einen Reifenschaden erlitt, kurz die Bahn verließ und einen Boxenstopp einlegen musste. Danach gestalteten die letzten zweieinhalb Runden sich für Müller als Spazierfahrt zum Sieg.
Priaulx
“Die ersten fünf oder sechs Runden war der Chevrolet zu schnell für mich“, erklärte Müller. „Ich denke, ich konnte ihn erfolgreich einholen, aber ihn zu überholen wäre sehr schwierig geworden.”

Fast hätte auch den zweiten Platz im ersten Lauf ein BMW-Fahrer belegt, der amtierende Weltmeister Andy Priaulx: Der Fahrer vom Castrol BMW Team GB und Yvan Muller hatten sich während des gesamten Laufs ein hartes Duell geliefert, und die Ziellinie überquerte der BMW 320si des Briten mit weniger als zwei Zehntelsekunden Abstand auf den SEAT-Turbodiesel seines Rivalen.
Porteiro und Zanardi
Alex Zanardi und Felix Porteiro vom Castrol BMW Team Italien-Spanien gingen als Vierter bzw. Sechster durchs Ziel. Den zweiten Lauf gewann Alain Menu von Chevrolet, der nach einer kurzen Safety-Car-Phase Porteiro an der Spitze ablöste.

Porteiro fuhr an der Spitze einer Kolonne von drei BMWs, die die Ziellinie in einem Abstand von wenig mehr als einer Sekunde überquerten. Porteiro erreichte das Ziel drei Zehntelsekunden vor Zanardi, der wiederum acht Zehntel vor dem Sieger des ersten Laufs, Jörg Müller, ankam.
Farfus
Mϋllers Teamkollege beim von Castrol gesponserten BMW-Team Deutschland, Augusto Farfus, eroberte sich nach einer fantastischen Aufholjagd Platz 6. Der Brasilianer hatte sich bei der Qualifikation die Pole Position gesichert, stieß aber schon an der zweiten Kurve mit Menu zusammen und musste mit beschädigter Lenkung aufgeben. Im zweiten Lauf war er durchgehend der schnellste Fahrer auf der Piste, und es fehlten ihm nur zwei Zehntelsekunden, um SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini den fünften Platz abzujagen.
Priaulx, BMWs erfolgreichster Punktemacher bei der WTCC, musste nach einem Reifenschaden den zweiten Lauf aufgeben. Er liegt derzeit 16 Punkte hinter dem neuen Tabellenführer Yvan Muller.
Müller

Ergebnisse des ersten Laufs:

  • 1 Jörg Mϋller – BMW
  • 2 Yvan Muller – SEAT
  • 3 Andy Priaulx – BMW
  • 4 Alex Zanardi – BMW
  • 5 Tom Coronel – SEAT
  • 6 Felix Porteiro – BMW

Ergebnisse des zweiten Laufs:

  • 1 Alain Menu – Chevrolet
  • 2 Felix Porteiro - BMW
  • 3 Alex Zanardi – BMW
  • 4 Jörg Mϋller – BMW
  • 5 Gabriele Tarquini – SEAT
  • 6 Stefano D’Aste – BMW
Müller

Teamnachrichten: Schnitzers Erfahrung

Porteiro
Der Rennstall Schnitzer Motorsport, der für das Castrol BMW Team Deutschland Jörg Mϋller und Augusto Farfus ins Rennen schickt, weiß eigentlich ganz genau, wie man in Brands Hatch siegt: Man denke nur an die erfolgreiche Teilnahme an den britischen Tourenwagen-Meisterschaften Mitte der 90er Jahre, an Joachim Winkelhock und Steve Soper… Allerdings hatte Schnitzer in Brands Hatch seit der WTCC-Premiere 2006 noch keinen Erfolg verbuchen können. Mit Müllers Sieg im ersten Lauf ging damit für den Rennstall eine Durststrecke zu Ende, auf der er sich seit dem April 1996 befunden hatte.

Rennnachrichten: 2009 lässt die WTCC es grünen

Priaulx
Die Touringwagen-Weltmeisterschaft wird nächstes Jahr auf umweltfreundlichen Biosprit umsteigen. Die Serienchefs hatten sich die Umstellung schon für die Rennsaison 2008 gewünscht, aber die FIA, der internationale Motorsport-Dachverband, hatte Anweisung erteilt abzuwarten, bis Biokraftstoffe der zweiten Generation verfügbar sind. Die Biomasse für den Benzin oder Diesel der Teilnehmer an der WTCC nächstes Jahr wird dann nicht aus Feldfrüchten und von zuvor zur Lebensmittelproduktion genutztem Land stammen, sondern aus pflanzlichen Abfällen.

Stand der Weltmeisterschaft 2008 nach Runde 7

Nach oben