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PROFIL: FOCUS WRC 06

Ford Focus bei der Präsentation
Castrol Partner Ford startet noch motivierter als gewöhnlich in die neue Saison. Der Grund: der Focus RS WRC 06 ist der erste komplett neu entwickelte Rallye-Bolide der Erfolgs-Marke seit drei Jahren.
Verstärkt wurde die Begeisterung durch das gute Abschneiden beim ersten Wettkampfeinsatz des 300-PS-Allradlers beim WM-Finale 2005 in Australien, wo Ford auf Anhieb punktete. Bester Voraussetzungen also, dass der neue Focus auf den Erfolgsspuren seiner Vorgänger Escort, Escort Cosworth und bisherigen Focus fährt.
Der 06er-Focus wurde unter der Leitung von Cheftechniker Christian Loriaux beim Ford-Einsatzteam M-Sport in nur elf Monaten zur Wettkampfreife entwickelt. Dabei konnte auf modernste Computerprogramme ebenso zurückgegriffen werden wie auf das Know-how von Ford-Ingenieuren aus ganz Europa.
Der WRC basiert auf dem ebenfalls neuen sportlichen Serienbruder Ford Focus ST. Die Wechselbeziehung zwischen Serie und Motorsport hat seit dem ersten WRC aus dem Jahr 1999 Tradition. Da M-Sport bei der Basis auf ein neues Serienmodell zurückgreifen musste, fingen die Techniker auch bei der Entwicklung des WRC mit einem weißen Blatt Papier an. Der Aufwand hat sich gelohnt: Obwohl bereits der Vorgänger überaus erfolgreich war, konnten in den Bereichen Motor, Antrieb und Fahrwerk spürbare Verbesserungen erzielt werden.
Ford Focus RS WRS 06 Seitenansicht
Viel Feinarbeit wurde auch beim Gewicht geleistet. Das war nötig, weil die Basis aus der Serie im Vergleich zum Vorgänger schwerer geworden ist. Die M-Sport-Mannschaft um Teamchef Malcolm Wilson und Techniker Christian Loriaux musste diese Kilos abspecken, durfte dabei aber nicht auf Hightech-Materialien wie Titan zurückgreifen, da diese laut Reglement nicht zugelassen sind.
Der Vierzylinder-Turbomotor leistet bei 6000 U/min rund 300 PS. Bei der Entwicklung des Triebwerks wurden die M-Sport-Ingenieure unter anderem von Castrol Technikern beraten. Das Getriebe liegt jetzt wie der Motor quer und nicht mehr längs.
M-Sport Teamchef Malcom Wilson berichtete über die Entwicklungsphase: “Wir hatten ohnehin einen engen Zeitplan und haben diesen dann durch das vorgezogene Debüt in Australien noch weiter gestrafft. Aber es hat sich gelohnt: Wir haben in dort zwei Prüfungsbestzeiten erkämpft und mit Platz sechs sogar gepunktet. Dabei sind wir gegen 2005er-Autos gefahren, denen das technische Reglement mehr Freiheiten ließ als dem neuen Focus. All das stimmt uns äußerst zuversichtlich für die Saison 2006.“
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