GROSSE ÖL-STUDIE VON GTÜ UND CASTROL: BEI FAST JEDEM VIERTEN AUTO IST EIN ÖLWECHSEL ÜBERFÄLLIG
Freigegeben am:
13 September 2011
- Qualitative Analyse: Verwendetes Motorenöl erstmals im Detail untersucht
- Seltene Kontrolle: Viele Autofahrer überprüfen den Ölstand selten oder nie
- Riskanter Füllstand: Bei 25,4 Prozent aller Autos stimmt er nicht
- Vernachlässigte Oldies: Jedes zweite Auto ab zehn Jahren braucht dringend Öl
Frankfurt/Main, 13. September 2011. Immer mehr Autofahrer in Deutschland lassen sich auf ein Vabanque-Spiel um die Dauerhaltbarkeit ihres Motors ein: 25,4 Prozent aller Fahrer sind mit deutlich zu wenig oder zu viel Öl unterwegs, wie die groß angelegte Öl-Studie von GTÜ und Castrol belegt. Bei der Studien-Erstauflage des Jahres 2010 lag der Anteil noch um 2,5 Prozentpunkte niedriger. Jetzt steigt der Anteil der Fahrzeuge mit zu wenig Öl von 20,2 Prozent auf 21,7 Prozent. Außerdem wird bei 3,7 Prozent aller Autos zu viel Öl nachgewiesen (2010: 2,7 Prozent).
Repräsentative Erhebung mit mehr als 700 untersuchten Autos
Die Gesellschaft für Technische Überwachung und der weltweit führende Schmierstoff-Spezialist Castrol überprüften bei der repräsentativen Studie erstmals nicht nur die Füllstände von mehr als 700 Fahrzeugen, sondern kontrollierten in Zusammenarbeit mit dem Analyse-Dienstleister Motorcheckup auch die Qualität des verwendeten Motorenöls. Das alarmierende Ergebnis: 22 Prozent aller untersuchten Autos fallen bei der Überprüfung glatt durch. Die Qualität des Motorenöls ist beispielsweise durch den Abbau von Additiven oder den Eintrag von Ruß oder Kondenswasser so schlecht, dass ein sofortiger Ölwechsel notwendig wird. An der Studie nahmen Fahrzeuge teil, die in den vergangenen Wochen zur Hauptuntersuchung bei der GTÜ vorgestellt wurden. Außerdem beantworteten die Autofahrer Fragen nach dem verwendeten Motorenöl.
Wesentliche Veränderungen im Vergleich zur Erstauflage belegt die Studie bei der Wartungsqualität in verschiedenen Alterssegmenten. Die ohnehin durch regelmäßige Inspektionen oft sehr gut gepflegten Fahrzeuge des Segments 1 (Fahrzeugalter 1 bis 3 Jahre) werden von den Besitzern noch intensiver gehegt und gepflegt. Lediglich 6,9 Prozent aller Autos weisen hier einen bedenklichen Ölstand auf. Vor einem Jahr waren es noch 12,9 Prozent. Auch im Segment 2 (4-6 Jahre) sinkt der Anteil der mangelhaften Ölfüllstände von 18,3 auf 15,3 Prozent. In den beiden älteren Fahrzeugklassen ergibt sich ein umgekehrtes Bild: Während der Anteil der mangelhaften Füllstände bei Autos im Alter von 6 bis 9 Jahren von 23,2 Prozent auf 26,0 Prozent noch moderat ansteigt, ist der regelmäßige Ölcheck inzwischen für die Mehrheit der Besitzer von Fahrzeugen ab 10 Jahren schon fast ein Fremdwort. 51,9 Prozent aller Autos in diesem Segment sind mit einem bedenklichen Ölfüllstand unterwegs. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich der Anteil nahezu verdoppelt.
Die Analyse der Motorenöl-Proben beweist zudem, dass nicht nur der Ölfüllstand, sondern auch die Qualität des Schmierstoffs oft vernachlässigt wird. „Wer Wechselintervalle ignoriert oder minderwertiges Motorenöl einsetzt, wird die Quittung durch eine geringere Laufleistung des Motors bekommen“, schildert Thomas Griebel, der Leiter des technischen Kundendienstes bei Castrol, die Folgen. Die Ergebnisse seien alarmierend, denn speziell moderne Motoren vertrügen keine Kompromisse bei Füllstand oder Ölqualität. „Auch das steigende Desinteresse der Halter älterer Fahrzeuge wird nicht – wie von den Fahrern erhofft – zu geringeren Wartungskosten führen, sondern allenfalls die Gelben Engel des ADAC auf Trab halten.“
Dass sich viele Autofahrer unabhängig vom Fahrzeugalter beim Ölwechsel auf die Fachleute in den Werkstätten verlassen, belegen die Antworten auf die Frage nach der verwendeten Ölsorte. Lediglich bei der jüngsten Fahrzeuggruppe (1 bis 3 Jahre) sinkt der Anteil derjenigen, die die Ölsorte nicht nennen kann von 19,8 Prozent auf jetzt 16,3 Prozent. In allen anderen Vergleichsgruppen nimmt dagegen die Unwissenheit rasant zu: Im Segment 2 von 13,7 auf nun 18,9 Prozent; im Segment 3 von 12,0 auf 25,2 Prozent und bei den ältesten Fahrzeugen im Segment 4 von 16,0 auf 22,6 Prozent.
Moderne Leichtlauföle auf synthetischer Basis sind noch immer die meistverwendete Ölsorte. Zwar reduziert sich der Anteil von 77,9 Prozent im Jahr 2010 auf jetzt 74,4 Prozent, doch dieser Rückgang begründet sich durch die größere Unsicherheit der Autofahrer: Schließlich steigt der Anteil der Fahrer, die die verwendete Ölsorte nicht nennen konnten auf 21,0 Prozent (2010: 14,8 Prozent). Mineralölbasische Produkte spielen mit einem Anteil von 4,6 Prozent (2010: 7,3 Prozent) kaum noch eine Rolle.
Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:
Karsten JaegerDeutsche Castrol Vertriebsgesellschaft mbH
Presse und Kommunikation
Telefon: 040 3594-5436
Mobil: 0172 4009187
E-Mail: karsten.jaeger@castrol.com
Weitere Informationen zu Castrol finden Sie unter:
Allgemein: www.castrol.com/de
Motorrad: www.castrolmoto.de
Motorsport: www.castroldriverrankings.com
Fußball: www.castrolfootball.com
Promotion: www.edgeandfans.de
