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Schmierstoff-Grundlagen

Wie entstehen Grundschmierstoffe?

Herstellung von Basisflüssigkeiten

Ausgangsprodukt für alle Schmierstoffe, unabhängig ob mineralölbasisch oder synthetisch, ist das Rohöl. Das Rohöl wird zuerst in der atmosphärischen Destillation in unterschiedliche Produkte aufgetrennt und nachher in weiteren Schritten von unerwünschten Begleitstoffen gereinigt. Je nach Verarbeitungsverfahren erhält man unterschiedliche Basisflüssigkeiten: das konventionelle Mineralöl oder das sogenannte Hydrocrack-Mineralöl. Die Qualität die-ser beiden Grundöle ist weitgehend von der Beschaffenheit des Rohöls abhängig, wes-halb sie in ihrer Zusammensetzung immer kleine, aber zum Teil gewichtige Unterschiede aufweisen.

Mineralische Grundöle

Die Gewinnung erfolgt durch Vakuumdestillation des Rückstandes aus der atmosphärischen Destillation mit anschliessender Solvent-Extraktion, Entparaffinierung und Hydrofinishing. Im Lauf der Jahre wurde die Verfahrenstechnologie ständig verbessert. Diese mineralischen Basisöle haben unterschiedliche Viskositäten - grob unterschieden in dick, mittelviskos und dünn - einen Viskositätsindex zwischen 90 bis 100, und das Tieftemperaturverhalten ist mässig (Pour Point zwischen -6 bis -15 Grad C).

Hydrocracköle

Eine zweite Gruppe stellen die Hydrocracköle dar, deren Ausgangsprodukt entweder Rohparaffin aus der Entparaffinierung der Mineralöl-Raffinate oder Vakuumgasöl ist. Man nennt sie auch HC-Syntheseöle, obwohl der Begriff Synthese streng genommen bei die-sem Herstellungsverfahren fehl am Platze ist. Die Hydrocracköle zeichnen sich gegenüber den Mineralölraffinaten durch einen deutlichen höheren Viskositätsindex (120 bis 150, je nach Herstellungsprozess) und ein verbessertes Kälteverhalten (Pour Point bis -21 Grad C) aus.

Synthetische Basisöle

Synthetische Öle werden auf chemischem Wege durch Verknüpfung spezieller Kohlen-wasserstoffmoleküle im Zug eines mehrstufigen Prozesses hergestellt. Daraus kann ein Produkt beliebiger Molekularstruktur und Kettenlänge mit hervorragenden und immer gleichbleibenden Eigenschaften zusammengesetzt werden. Bei Syntheseölen kommen hauptsächlich Polyalphaolefine (PAO), auch vielfach als synthetische Kohlenwasserstoffe bezeichnet, oder Ester in Frage.

Polyalphaolefine

Unter dieser Verbindungsklasse versteht man paraffinähnliche, flüssige Substanzen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen und infolge der Kettenlänge, des Verzwei-gungsgrades und der Position der Verzweigungen eine bestimmte Viskosität, einen hohen Viskositätsindex und einen tiefen Pour Point besitzen.

Ester

Ester enthalten im Gegensatz zu den Polyalphaolefinen noch Sauerstoff und werden durch die Reaktion eines Alkohols mit einer organischen Säure gewonnen. Zur Herstel-lung von Schmierstoffen werden vor allem Carbonsäureester verwendet, die man auf-grund ihrer chemischen Struktur wiederum in Diester oder Polyolester unterscheiden kann. Die Eigenschaften dieser Ester sind deshalb auch unterschiedlich, aber im allge-meinen verfügen beiden Typen über ein gutes Viskositäts-Temperaturverhalten, einen niedrigen Pour Point und eine ausgezeichnete Alterungsbeständigkeit. In der Praxis besitzen synthetische Flüssigkeiten gegenüber den Mineralölen eine Reihe gewichtiger Vorteile. Der einzige Nachteil ist lediglich der höhere Preis, wel-cher durch die aufwendigere Herstellung der synthetischen Basisflüssigkeiten bedingt ist.

Vorteile von synthetischen Basisprodukten gegenüber mineralischen Grundölen.

In der Praxis besitzen synthetische Flüssigkeiten gegenüber den Mineralölen eine Reihe gewichtiger Vorteile. Der einzige Nachteil ist lediglich der höhere Preis, welcher durch die aufwendigere Herstellung der synthetischen Basisflüssigkeiten bedingt ist.

Besserer Verschleissschutz (Lager, Kolbenringe, Ventiltrieb); bessere Oxidations- und thermische Stabilität, verbesserte Scherstabilität, weniger Ölverbrauch, verbesserter Kaltstart und schnelle Durchölung der Motoren = weniger Verschleiss, Niedrigviskose Öle (vor allem 0W & 5W) führen zu deutlich geringerer Reibung im Motor, bessere Motorensauberkeit und verlängerte Ölwechselintervalle

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